Auch der Ostalbkreis kommt infrage: Infoveranstaltungen zur Standortsuche für ein atomares Endlager

Baden-Württembergisches Umweltministerium und Bundesgesellschaft für Endlagerung geben Auskunft zu Auswahlkriterien und Verfahren

  • Das Atomkraftwerk Gundremmingen. Dort ist noch ein Block in Betrieb. Auf dem Gelände befindet sich seit 2006 ein Zwischenlager für Atommüll. Foto: opo, Grafik: rp (Archiv)

Ende September hat die Bundesgesellschaft für Endlagerung, BGE, den „Zwischenbericht Teilgebiete“ veröffentlicht. Der Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass es grundsätzlich geeignete Gebiete für ein atomares Endlager in Deutschland gibt. Die BGE hat insgesamt 90 Teilgebiete bundesweit identifiziert, die im weiteren Verfahren eingehend auf ihre Eignung untersucht werden. Fast der gesamte Ostalbkreis gehört zu einem größeren Teilgebiet für ein mögliches Atommüll-Endlager. 

Über den Stand des Auswahlprozesses, die Kriterien und wie es weitergeht, wollen das Umweltministerium und die BGE in vier Online-Veranstaltungen informieren. Die Veranstaltungen richten sich vor allem an Bürgerinnen und Bürger. „Es gibt einen großen berechtigten Informationsbedarf“, sagte Umweltminister Franz Untersteller. „Bürgerinnen und Bürger haben einen Anspruch darauf, dass der Auswahlprozess möglichst transparent und nachvollziehbar verläuft. Deshalb stellen wir und die Bundesgesellschaft für Endlagerung uns den Fragen aus der Bevölkerung, die es möglicherweise gibt.“ Untersteller bekräftigte aber erneut, dass es bislang keine Vorfestlegung auf einen Standort gebe: „Nicht einmal ansatzweise“, so Untersteller. 

Landrat Dr. Joachim Bläse dankt dem Land Baden-Württemberg, dass es diese Online-Veranstaltung anbietet. Der Zwischenbericht zeige einen ersten Stand der Arbeiten und sei keine Festlegung, welche Gebiete weiter untersucht werden. „Die Information der Bevölkerung ist wichtig, um das Verfahren und das bisherige Zwischenergebnis nachvollziehen zu können“, so Dr. Bläse.

Die Informationsveranstaltung im Regierungsbezirk Stuttgart findet am 26. Januar 2021 um 18 Uhr statt. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger können sich unter folgendem Link anmelden: 

https://um.baden-wuerttemberg.de/de/service/veranstaltungen/kalender/termindetails/endlager-info-veranstaltung/online-anmeldung/

© Schwäbische Post 14.01.2021 12:27
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