Lesermeinung

Mountainbiker zerstören die Natur

Zum Thema „Mountainbike-Trails“:

Bei dem Bericht über ein Mountainbike-Trailnetz müssten bei Privatwald-Besitzern, Realgenossenschaften, Naturschützern, Jägern usw. die Alarmglocken ziemlich lautstark klingeln. Mountainbiker zerstören jetzt schon ziemlich viel Natur, da sie kreuz und quer rücksichtslos durch unsere Wälder fahren. Zerstören Jungpflanzen, erzeugen Bodenerosion durch Fahrrinnen, die bei Starkregen den schnellen Wasserabfluss fördern. Tiere werden in ihrer notwendigen Ruhe gestört, usw.

Es ist ein Irrglaube zu meinen, dass Mountainbiker auf vorgegebenen Wegen bleiben. Das ist mit der Zeit auch langweilig.

Die Schäden sieht man bereits am Rosenstein, Braunenberg und in den Wäldern der Region. Waldbesitzer geben schon sehr viel Geld für die Erhaltung der Waldwege aus, die von Spaziergängern, Erholungssuchenden und Radfahrern kostenlos genutzt werden können. Es kann und darf nicht sein, dass eine Sportler-Gruppe Natur zerstört und sogar Absperrungen, die von Waldbesitzern angebracht werden, wieder entfernt. Wo bleiben da die Naturschützer, die etwa wegen eines Käfers den Bau eines Bahnhofs oder einer Bahnlinie blockieren?

© Schwäbische Post 14.01.2021 20:01
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Kommentare

Saitenschuft

Karin Hofmann schrieb am 21.01.2021 um 22:46

Hallo Saitenschuft,

es ist mir schon klar um was es Ihnen bei dieser Freiheit in der "Natur" geht.

Sie lesen mal wieder nicht!

Ich hatte bereits erwähnt, dass ich keine illegalen Trails fahre. Ich liebe die Natur und bin gerne bis zu 80 km darin unterwegs (daher ist Wandern keine Option) Ich habe mein Rad auch schon mal 2 km durch eine Klinge und über einen zu schmalen Weg getragen um dem Waldgesetz genüge zu tun. Meine Touren können Sie auch auf Instagram unter dem gleichlautenden Konto sehen. BTW: die beiden Gesetzesauszüge habe ich gepostet um zu zeigen, dass das Waldgesetz den Landes BW das Naturschutzgesetz des Bundes einschränkt. Komischer Weise gibt es andere Länder die diese Einschränkungen nicht haben. Scheinbar gibt es in BW doch eine mächtige Lobby von Waldbesitzern, die ihren Wald lieber selber mit schweren Maschinen kaputt pflügen. Auf Wegen außerhalb einen zusammenhängenden Waldgebietes darf ich übrigens - Bundesnaturschutzgesetz - auf auf schmäleren Wegen fahren :-P

Aber das Ganze ist ja schon wieder Off Topic und wie gesagt: Ich bin gegen illegale "Mountainbike-Trails" durch den Wald und finde auch keinen Spass daran. Andererseit ärgere ich mich auch über Wanderer, die im Rudel auftreten, meinen SIE seinen die Krönung der Schöpfung und müssten Radfahrer an der Weiterfahrt blockieren oder behindern. Die Spezies gibt es leider auch.

Karin Hofmann

Saitenschuft schrieb am 21.01.2021 um 16:59

Aber die Natur gehört allen, auch den Radfahrern ;-)

Hallo Saitenschuft,

es ist mir schon klar um was es Ihnen bei dieser Freiheit in der "Natur" geht.

Für alle Leser hier zum Verstehen, was das Ziel der Mountain-Biker im Wald ist:

https://www.youtube.com/watch?v=a2CBobijHnI

Karin Hofmann

Saitenschuft schrieb am 21.01.2021 um 16:59

"Die Regel besagt nach Paragraph §37 Abs. 3 Satz 1 Landeswaldgesetz Baden-Württemberg, dass Radfahrer und Mountainbiker Wälder in Baden-Württemberg erst mit einer Radweg-Mindestbreite von zwei Metern befahren dürfen. ... Mountainbiker müssen beim Befahren der Strecken eine Radweg-Mindestbreite von 2 Metern beachten."

Dann ist doch alles klar. Dann war mein Tip: Wenn der Schotter-Waldweg schmäler wird - dann umdrehen, doch richtig. Warum haben Sie sich überhaupt als der Schotterweg zu einem "Waldpfad" wurde die Frage "und nun" gestellt? Sie wissen doch alles.

Saitenschuft

Karin Hofmann schrieb am 21.01.2021 um 16:25

Dieses Verkehrsmittel kann im Wald und dort auf Wegen nur mit dem blauen Verkehrszeichen "Radfahrer frei" benutzt werden. 

"Das Betretungsrecht gemäß § 59 Absatz 1 BNatSchG umfasst: Das Fahren mit Fahrrädern oder Pedelecs (Fahrräder mit elektrischer Motorunterstützung) ohne oder mit Anhänger sowie Krankenfahrstühlen mit oder ohne Motorantrieb ist auf hierfür geeigneten Wegen erlaubt. Auf Fußgänger ist Rücksicht zu nehmen."

Die Zwei-Meterregelung:

"Die Regel besagt nach Paragraph §37 Abs. 3 Satz 1 Landeswaldgesetz Baden-Württemberg, dass Radfahrer und Mountainbiker Wälder in Baden-Württemberg erst mit einer Radweg-Mindestbreite von zwei Metern befahren dürfen. ... Mountainbiker müssen beim Befahren der Strecken eine Radweg-Mindestbreite von 2 Metern beachten."

Das "blaue" Verkehrszeichen 237, 240, 241 bezeichnet einen benutzungspflichtigen Rad- bzw. Geh- und Radweg und hat mit dem Wald überhaupt nichts zu tun. "Radfahrer frei" ist nicht blau sonder ein weißes Zusatzschild, welches die Benutzung eines Gehweges - Verkehrszeichen 239 - für Radfahrer ausnahmsweise gestattet.

Ja, ein Naturliebhaber versucht diese nicht zu schädigen, das ist korrekt. Weder mit Wanderstiefeln noch mit Fahrradreifen. Aber die Natur gehört allen, auch den Radfahrern ;-)

Karin Hofmann

Saitenschuft schrieb am 21.01.2021 um 15:48

Also die "Wander-Lobbyisten", die sich mit Händen und Füssen dagegen wehren, anderen den gleichen Spass in der Natur zu verwehren. 

Das Rad bietet mir einfach mehr Reichweite, mehr Spaß.

PS: Wanderer gehen/wandern auch auf ausgewiesenen, schmalen, bestehenden Wegen, da geht es ihnen nicht anders. Ein Wanderer geht nicht über blühende Wiesen, die einem Landwirt gehören oder läuft querfeldein durch den Wald und durch die Landschaft. Ein Wanderer geht auf ausgewiesen, schmalen Fußwegen. Auch er hält sich an die Regeln, zum Schutz der Natur.

Aber, Saitenschuft, ich kenne Sie ja, Sie kennen die Regeln, wollen nur ein wenig provozieren. Bleiben Sie gesund, gehen Sie zu Fuß und lernen Sie dadurch neue Bewegungsmöglichkeiten kennen.

Karin Hofmann

Saitenschuft schrieb am 21.01.2021 um 15:48

Ja, Ego-Deutschland! Schuss ins Knie, Frau Hofmann. Egoisten sind die, die anderen das eigene Vergnügen nicht gönnen. Also die "Wander-Lobbyisten", die sich mit Händen und Füssen dagegen wehren, anderen den gleichen Spass in der Natur zu verwehren. Ich sehen keinen Unterschied ob ich mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs bin. Ein Rad macht die Natur nicht mehr kaputt als Wanderstiefel.

Ich rede nicht von Mountainbiker, die irgendwo in den Wald illegale Trails bauen, da bin ich auch dagegen.

Nur weiß ich nicht, was das verbieten von Fahrrädern, das erlauben von Wanderern mit Naturschutz zu tun hat.

Das Rad bietet mir einfach mehr Reichweite, mehr Spaß.

Der Unterschied: SIE sind mit einem anerkannten "VERKEHRS"MITTEL, in dem Fall mit 2 Rädern unterwegs. Dieses Verkehrsmittel kann im Wald und dort auf Wegen nur mit dem blauen Verkehrszeichen "Radfahrer frei" benutzt werden. Fahrradfahren ist nicht verboten, aber als "Verkehrsteilnehmer" haben auch Fahrradfahrer sich an die bestehenden Regeln zu halten. Aber ein TIP: Steigen Sie doch um auf ZU FUSS! Laufen Sie auf eigenen Beinen, dann kommen Sie (fast) überall hin. 

Saitenschuft

Karin Hofmann schrieb am 21.01.2021 um 14:45

JA - so ist EGO-Deutschland.  

Ja, Ego-Deutschland! Schuss ins Knie, Frau Hofmann. Egoisten sind die, die anderen das eigene Vergnügen nicht gönnen. Also die "Wander-Lobbyisten", die sich mit Händen und Füssen dagegen wehren, anderen den gleichen Spass in der Natur zu verwehren. Ich sehen keinen Unterschied ob ich mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs bin. Ein Rad macht die Natur nicht mehr kaputt als Wanderstiefel.

Ich rede nicht von Mountainbiker, die irgendwo in den Wald illegale Trails bauen, da bin ich auch dagegen.

Nur weiß ich nicht, was das verbieten von Fahrrädern, das erlauben von Wanderern mit Naturschutz zu tun hat.

Das Rad bietet mir einfach mehr Reichweite, mehr Spaß.

Karin Hofmann

Peter Kuch schrieb am 17.01.2021 um 15:14

Vorbild Schweiz:

Abweichen von ausgeschilderten Rad- und Crosswegen: 400 Franken mit obligatorischer Anzeige
Im Wiederholungsfalle doppelte Strafe: 800 Franken mit Einzug des Fahrrades.
Es gibt dort wir hier keinen Zweifel: Die Menschen werden nur über den Geldbeutel schlau.
Warum ist das bei uns nicht realsierbar?
Weil unser Land niemanden gehört.
Die Natur zum Verbrauch zur Verfügung steht. 
Die Umwelt keine Rechte besitzt. 

Hallo Herr Kuch,

ja, die Schwyzer sind uns um einiges voraus (ihre beste Entscheidung war: Nicht der EU beizutreten). Europa/Deutschland interessiert allein das wirtschaftliche Wachsstum. Naturschützer haben es schwer. Das beste Beispiel sind Sport-Radfahrer (oben mit MTB), die auch durch die ADFC-pro-Radfahrer-Kampf-Gemeinschaft ihren Sport auch im Wald auszuüben unterstützt werden. Das hat man in derem Kampf zur Öffnung, Verbreiterung der Schättere-Trasse gesehen. 

Liegt es am Deutschtum? Am Egoismus der "Sportler" alles für sich in Besitz zu nehmen? Am Freiheitsdrang, der nirgendwo sonst ausgelebt werden kann als auf Waldwegen? Für deren Freigabe und Verbreiterung zur Befahrung von radelnden Verkehrsteilnehmern, die auf die schon zu überhauf ausgewiesenen Radwege gehören, Gerichte und Institutionen beschäftigt werden? JA - so ist EGO-Deutschland.  

Karin Hofmann

Saitenschuft schrieb am 20.01.2021 um 16:22

Da fährst du einen geschotterten Waldweg, plötzlich hört der irgendwo auf und es führt nur noch ein Pfad weiter und nun?

Hallo Saitenschuft:

Gesetzlich geregelt: UMDREHEN, einfach umdrehen.

Saitenschuft

Ich bin kein Downhill-Fahrer und bleibe mit meinem MTB lieber auf den Wegen. ABER: Ich kenne den Wald auch von Wanderungen und ich kenne die "wilden" Abkürzung die dort schon seit Jahrzehnten von Wanderern in den Wald gelatscht wurden. Ich hab noch nicht gehört, dass sich irgendjemand, auch Waldbesitzer, darüber so eifrig mokieren wie über die MTBler. Aber ich finde schon auch, dass man auf den Wegen bleiben sollte. Nur sind selbst diese teilweise - zumindest in BW - verboten: 2 Meter Regel. Da fährst du einen geschotterten Waldweg, plötzlich hört der irgendwo auf und es führt nur noch ein Pfad weiter und nun?

Letztens bin ich mal in so eine "Sackgasse" geraten und am Ende war ein riesiger Müllhaufen mit Brotpapier, Plastiktüten und -flaschen die nicht von Radfahrern stammten, weil man da mit Rad gar nicht hin kommt. Das waren eindeutig Hinterlassenschaften von den ach so edlen Wanderern.

Also auch Wanderer schädigen den Wald und nicht immer nur die Radfahrer. Der Wald ist wichtig für alle, also benehmt euch alle dementsprechend, Radfahrer und Wanderer!

Häberle & Pfleiderer

und wer zerstört nun mehr die Waldwege und sorgt dafür, dass viele Wege, für Fußgänger und Radler nicht mehr zu benutzen sind ??? 

Die Schwerlast LKW, Holztransporte, Baumfällmaschinen, welche wirklich rücksichtslos dort ihr Unwesen treiben .. 

Augen auf, wenn ihr durch den Wald geht und nicht immer sind die Radler die Zerstörer *** 

wenn, dann sind es die Einzelnen, Unverbesserlichen, die gibt es auch unter den weiteren Verkehrsteilnehmer ...

Peter Kuch

Vorbild Schweiz:

Abweichen von ausgeschilderten Rad- und Crosswegen: 400 Franken mit obligatorischer Anzeige
Im Wiederholungsfalle doppelte Strafe: 800 Franken mit Einzug des Fahrrades.
Es gibt dort wir hier keinen Zweifel: Die Menschen werden nur über den Geldbeutel schlau.
Warum ist das bei uns nicht realsierbar?
Weil unser Land niemanden gehört.
Die Natur zum Verbrauch zur Verfügung steht. 
Die Umwelt keine Rechte besitzt. 

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