Lesermeinung

Zum SPD-Kandidaten Tim-Luka Schwab:

Die SPD hat als Bundestagskandidat für unsere Region Tim-Luka Schwab nominiert. Ein 20-jähriger, der noch zu Hause wohnt, ein Studium begonnen hat und in den Bundestag will. Manche wollen mit 20 Jahren noch verstehen, wie die Gesellschaft funktioniert, erst einen Beruf ergreifen. Herr Schwab dagegen will als Abgeordneter im Bundestag gleich die Gesellschaft regieren.

In seiner Bewerbungsrede forderte er höhere Steuern „für starke Schultern“ , er selbst zahlt vermutlich gar keine Einkommenssteuer.

Er will laut seiner sehr selbstbewussten Bewerbungsrede der Parlamentsarmee Bundeswehr genau vorschreiben, was sie für ihren Einsatz nicht braucht („keine bewaffneten Drohnen“). Hat er denn je mit einem aktiven Bundeswehrsoldaten gesprochen, welcher auch von Herrn Schwabs SPD in Einsätze geschickt wird ? Oder mit den Verteidigungsexperten der SPD intensiv diskutiert, die eine Bewaffnung von fünf Bundeswehrdrohnen (mehr sind es nicht) zum Schutz von Bundeswehrsoldaten für sinnvoll halten? Ist Herr Schwab da wirklich schon Experte? Oder wäre es nicht menschlicher zuzugeben, dass man noch nicht auf jedem Gebiet Fachmann ist?

Und ob es sinnvoll ist, direkt im Studium, ohne Abschluss, gleich eine Karriere als Berufspolitiker anzustreben, möge jeder selbst beurteilen.

© Schwäbische Post 20.01.2021 22:02
2701 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben

Kommentare

GR

Lassen Sie doch Frau Hoffmann in Ruhe. Sie übt sich in Rhetorik und Grammatik. Inhaltlich wird das noch ein bisschen dauern. Vielleicht klappts ja, wenn Sie eigene Gedanken entwickeln kann. Bis dahin sollten Sie das mit mütterlicher und väterlicher Geduld einfach ertragen. Vielleicht wird es ja einmal.

Karin Hofmann

Philipp Scherer schrieb am 28.01.2021 um 08:39

Auch Jüngere können regieren, das sieht man bei unseren Nachbarn in Österreich. 

Hallo Herr Scherer,

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz ist

34 Jahre alt

und hat jahrelange politische Erfahrungen hinter sich. 

Von 2009 bis 2017 war Kurz Bundesobmann der Jungen Volkspartei (JVP). Sein erstes politisches Mandat übte er von 2010 bis 2011 als Mitglied des Wiener Gemeinderats und Landtags aus. Von 2011 bis 2013 war er Staatssekretär für Integration in der Bundesregierung Faymann I, anschließend 2013 für kurze Zeit Abgeordneter im Nationalrat und von 2013 bis 2017 Bundesminister für Europa, Integration und Äußeres in den Bundesregierungen Faymann II und Kern.

Learning bei doing. Sich in die Politik einarbeiten. Ein Vergleich zu Tim Schwab erübrigt sich.

Philipp Scherer

Was spricht denn gegen einen jungen Politiker? Donald Trump hatte als Präsident reichlich Lebenserfahrung – hat er sie genutzt? Auch Jüngere können regieren, das sieht man bei unseren Nachbarn in Österreich. Ganz im Gegensatz dazu kommt es mir eher so vor, dass unsere "Boomer-Generation" in der Politik mit Merkel, Laschet, Kretschmann und Co. mit ihrem Latein eher am Ende angekommen ist!

derleguan

Sehr geehrte Frau Hofman,

ich möchte an dieser Stelle Herrn Hans-Jürgen Pfitzenmaier zitieren, der die Sache auf den Punkt gebracht hat:

"Frau Hofmann, Sie haben sich auf dieser Seite zu einer Plage entwickelt, die ich nicht mehr ertragen will. Sie überschätzen sich fast schon krankhaft. Gehen Sie bitte mal ein paar Tage in sich, vielleicht finden Sie sich wieder! Sie müssen mir nicht antworten, ich lese von Ihnen kein Wort mehr"

Karin Hofmann

derleguan schrieb am 21.01.2021 um 16:59

Ich traue Tim Luka Schwab durchaus zu, dass er es besser kann als Andreas Scheuer.

Hallo derleguan,

intelligenzmässig, angelernt, Fakten studiert mag das ja alles sein. Job? Bezahlung? Wie finanziert er sein Leben? Bisher wohnt er zuhause, bei Mutti und Vati. Sind das unsere zukünftigen "Politiker"? Früher, mit 20 hatten sich Studenten schon lange selbständig gemacht, hatten Nebenjobs, wohnten in WG`s mit Gleichgesinnten zum Austausch zusammen. Verschiedene Meinungen, gemeinsames Wachsen...Heute entsteht Politik, wie bei Greta, aus dem Kinderzimmer heraus. Ein interessantes Phänomen. 

Karin Hofmann

Christine Fuchs schrieb am 21.01.2021 um 13:00

Mit 20 Jahren in den Bundestag? Ich würde sagen, er muss erst mal einen richtigen Beruf erlernen. Von der Schulbank auf die Unibank und dann  sofort in den Bundestag . Bei allem Talent, dass er eventuell besitzt , muss er erst mal die Lebenserfahrung durch einen normalen Beruf an der Basis kennenlernen. Er möchte uns beibringen wie wir zu leben, zu arbeiten und zu funktionieren haben ? Seine Träume verwirklichen ? Dazu sofort ein üppiges Gehalt und Diäten ! Von diesem Job träumen viele. Diesen Job hab ich schon meinem Enkel in der 1. Klasse empfohlen : große Klappe und die richtige Partei . Leider hat er sich für einen anderen Beruf entschieden.

Hallo Frau Fuchs,

viele junge Menschen, beflügelt durch fridays for future, beflügelt durch Greta (die die ganze Welt in ihrem 16-jährigen Sinne ungekrempelt hat) glauben mit angelernter "Fachidiotie", guten Noten, nach der Schule sofort die Welt zu verändern. Jungjournalistinnen mit 17, die in Zeitungen eine eigene Kolumne haben um die Welt grün, pestizid-, gülle-, CO2-frei zu machen. Angelernte Rhetorik auf dem Gymnasium ist von Vorteil. Dann sofort, grün, frei, umweltschützend und klimafreundlich in den Bundestag...? Es mag viele geben, die dies gut heissen, ich bin es nicht. Denn zwischen Gymnasium und Bundestag können Erfahrungen gemacht werden. Das HANDWERK lernen, langsam aufsteigen und so von der Fachidiotie, den Ideen im Kopf erstmal auf den Boden kommen und umschauen was möglich ist und wer...denn da sonst...noch mitspricht und jahrzehntelange Erfahrungen hat. Er kann sich sicher zur Wahl stellen, es sind schon andere 20-jährige an zu wenig Stimmen gescheitert und er wird dann auf den Boden der Tatsachen kommen müssen. 

In my humble opinion

Nun ja, es gibt über manch einen Politiker den Spruch "Kreißsaal -> Hörsaal -> Plenarsaal", mancher will auch abkürzen mit "Kreißsaal -> -> Plenarsaal".

Sicher braucht es in der Politik frischen Wind und neue Ideen - und die kommen selten bis nie von den "alten Säcken (m/w/d)".

Andererseits hat eine gute Portion Lebenserfahrung noch nie geschadet - und die gibt es nicht qua Geburt und auch nicht mit vielem "Wollen".

Es bleibt also offen.

Eins aber ist sicher und da gibt es "Vorbilder":

Nach 6 Legislaturperioden wachsen ab 67 dann monatlich ( Zustand heute ) etwa 6.000,- € an Pension 'rüber. Dafür müsste die sprichwörtliche "alte Omma" doch mächtig viel stricken, oder?

derleguan

"Und ob es sinnvoll ist, direkt im Studium, ohne Abschluss, gleich eine Karrie"

Andreas Scheuer in Wikipedia: Abitur | Lehramtstudium mit dem ertsten Staatsexamen beendet (abgebrochen) | Magisterstudium Politikwissenschaft, Soziologie, Wirtschaftswissenschaft.

Ja dieser Mann hat im Gegensatz zu Tim-Luka Schwab die Erfahrung, er hat gelernt wie man es anstellt andere zu täuschen, Steuergelder in Millionenhöhe zu verballern und zwar so, dass nichts dabei herauskommt - n i c h t s!!!

Warum legt die Deutsche Gesellschaft immer so viel Wert auf irgendwelche Abschlüsse? Wenn Corona vorbei ist gehen sie bitte mal ins Ausland, von mir aus auch nach USA - aber nicht nur in Urlaub. Lernen sie die dortigen Mentalitäten kennen! Kommen Sie raus aus der deutschen engstirnigen Sichtweise und Einstellungen gegenüber zertifizierten Abschlüssen. Ich traue Tim Luka Schwab durchaus zu, dass er es besser kann als Andreas Scheuer.

Immer wenn in der Vergangenheit von bewaffneten Drohneneinsätzen berichtet wurde, handelte es sich um Einsätze, die Terroreinsätzen gleichzusetzen sind, in denen bestimmte Personen aus der Luft, dem Hinterhalt von unbemannnten Drohnen exekutiert, getötet wurden. Bewaffnete Drohnen sind eine der schrecklichsten Waffen, die man sich im Moment vorstellen kann. Auch da sie die Hemmschwelle für Angreifer sehr stark senken. Ich habe noch nie gehört, dass diese bewaffneten Drohnen für Schutz- oder Verteidigungszwecke eingesetzt wurden.

Christine Fuchs

Frieder Kohler schrieb am 21.01.2021 um 10:47

"und ob es sinnvoll ist" - zur Beruhigung (Abwarten und Tee trinken) auf die "Marie" hören:

"Etwas Talent ist immer vorhanden, ohne Talent macht man gar nichts, nicht einmal etwas Miserables." Die Kontroverse um CDU-Politiker Philipp Amthor (Eine Politik für morgen: Die junge Generation fordert ihr politisches Recht/Buch) ist dem SPD-Kandidaten sicher bekannt!

Mit 20 Jahren in den Bundestag? Ich würde sagen, er muss erst mal einen richtigen Beruf erlernen. Von der Schulbank auf die Unibank und dann  sofort in den Bundestag . Bei allem Talent, dass er eventuell besitzt , muss er erst mal die Lebenserfahrung durch einen normalen Beruf an der Basis kennenlernen. Er möchte uns beibringen wie wir zu leben, zu arbeiten und zu funktionieren haben ? Seine Träume verwirklichen ? Dazu sofort ein üppiges Gehalt und Diäten ! Von diesem Job träumen viele. Diesen Job hab ich schon meinem Enkel in der 1. Klasse empfohlen : große Klappe und die richtige Partei . Leider hat er sich für einen anderen Beruf entschieden.

Frieder Kohler

"und ob es sinnvoll ist" - zur Beruhigung (Abwarten und Tee trinken) auf die "Marie" hören:

"Etwas Talent ist immer vorhanden, ohne Talent macht man gar nichts, nicht einmal etwas Miserables." Die Kontroverse um CDU-Politiker Philipp Amthor (Eine Politik für morgen: Die junge Generation fordert ihr politisches Recht/Buch) ist dem SPD-Kandidaten sicher bekannt!

Anmeldung zum E-Mail-Newsletter aus der Redaktion

Die wichtigsten und interessantesten Meldungen des aktuellen Tages aus der Redaktion direkt in Ihr E-Mail-Postfach – täglich und kostenlos jeden Abend.

Jetzt kostenlos anmelden

Aktuelle Meldungen direkt auf Ihr Handy