Corona-Protest auf A7

Blaulicht 95 Autofahrer nahmen an dieser Aktion teil.

  • Symbolbild:Pixabay

Aalen. Wie die Polizei auf Nachfrage mitteilt, hat es am Freitag zwischen 15 und 18 Uhr auf der A7 von Aalen nach Ulm eine Corona-Protest-Aktion gegeben. Die Teilnehmer forderten dazu auf mit niedriger Geschwindigkeit und mit Transparenten am Auto auf der Autobahn zu fahren. 95 Autofahrer nahmen an dieser Aktion teil. Der Protest richtete sich gegen die Coronamaßnahmen der Bundesregierung. Aus polizeilicher Sicht gab es keine besonderen Vorkommnisse.

© Schwäbische Post 23.01.2021 11:16
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Kommentare

Jürgen W.

StenA schrieb am 24.01.2021 um 16:44

Die Beschränkungen wieder aufzuheben, sobald sie ihre Wirkung zu entfalten beginnen ist also Kontraproduktiv. Sie machen ja auch nicht den Motor aus, sobald das Auto fährt - weil es jetzt ja fährt. 

... nein, ich mache den Motor aus, wenn ich das Auto nicht mehr brauche und erkenne, dass das Ziel auch mit dem Fahrrad leicht zu erreichen ist und dadurch vermeide in einem langen Stau stecken zu bleiben.

Die Inzidenzwerte gehen in den Bundesländern ohne generelle nächtliche Ausgangssperre momentan nicht weniger stark zurück als im Musterländle...

StenA

Jürgen W. schrieb am 23.01.2021 um 19:43

...bei allem Respekt vor den Opfern und die Trauer über die Toten sollte dennoch die Frage nach der Sinnhaftigkeit mancher Coronaeinschränkungen erlaubt sein. Hält man sich z.B. die 114 positiven Fälle von Mitarbeitern und Bewohnern in einer Gmünder Alterseinrichtung und die hohe Zahl der Ansteckung auf der paliativen Station in Mutlangen vor Augen, kann sich einem schon die Frage aufdrängen wie man das dadurch verhindern will, indem man den Menschen nachhaltig verbietet nach 20 Uhr vor die eigene Haustüre zu gehen. Die Anwendung dieses gravierenden Eingriffs in die Freiheit und die Privatsphäre der baden-württembergischen Bevölkerung war einst von der Bundesregierung gedacht bei Inzidenzen von über 200 in einem Landkreis oder Bundesland. Mittlerweile ist die Inzidenz in Baden-Württemberg auf einen Wert unter 100 gefallen. Auch gibt es aktuell in keinem Landkreis in BW einen Inzidenzwert von über 200. Dennoch hält Herr Kretschmann weiterhin zwanghaft an dieser Maßnahme fest und Baden-Württemberg beschreitet damit einen Ausnahmeweg in ganz Deutschland. Denn nur Bayern hat hat noch eine generelle nächtliche Angangssperre und die beginnt um 21 Uhr. Allerdings hatte und hat Bayern deutlich höhere Werte. Sein grüner Sozialminister, der es auf fahrlässige Weise anhaltend versäumt hat die alten Menschen adäquat zu schützen, bringt heute sogar einen Inzidenzwert von unter 25 ins Gespräch, ehe man die Maßnahmen lockern kann. Angesichts der bevorstehenden Landtagswahl könnte man schon den Eindruck gewinnen, dass sich Ministerpräsident Kretschmann Haltungen seines CDU-Innenministers Strobl und seiner CDU-Kultusministerin Eisenmann zu eigen macht. Nur geht es hier um die Einschränkung elementarischer Grundrechte der Menschen in diesem Land. Für mich hat das ein Gschmäckle...

Selbstverständlich kann man die sinnhaftigkeit der Corona-Maßnahmen kritisch hinterfragen. Dazu muss man aber auch sinnvolle Fragen stellen. Das die Ausgangssperre nicht gegen Infektionsausbrüche in Pflegeinrichtungen hilft ist logisch, soll sie auch nicht. Sie soll infektionen bei privaten Freizeitaktivitäten verhindern. Ob sie das tut, wäre eine berechtigte Frage.
Es ist aber nun mal sehr schwierig und bei der aktuellen Überlastung der Behörden bei der Kontaktnachverfolgung auch kaum möglich, genau zu beurteilen, welche Maßnahme wie viel bringt.

Maßnahmen zurückzunehmen, sobald die Inzidenz sinkt oder einen wie auch immer festgelegten Schwellenwert unterschritten hat, sollte man sich sehr sehr genau überlegen: Im Sommer hatten wir eine bundesweite Inzidenz von unter 3 (!) und sind daher praktisch ohne Beschränkungen in den Herbst gestartet. Wo wir jetzt stehen wissen Sie selber.
Die Beschränkungen wieder aufzuheben, sobald sie ihre Wirkung zu entfalten beginnen ist also Kontraproduktiv. Sie machen ja auch nicht den Motor aus, sobald das Auto fährt - weil es jetzt ja fährt.

Ich möchte keinesfalls dafür plädieren, die Maßnahmen bestehen zu lassen, bis der letzte Patient geheilt ist. Aber etwas epidemiologischen Sachverstand sollten wir in unserer Lage schon berücksichtigen. Keine der Maßnahmen hilft gegen alles, aber alle zusammen drücken aktuell erfolgreich die Infektionszahlen runter.

Es stimmt, dass dafür aktuell auch elementare Grundrechte eingeschränkt werden. Der Staat hat aber nicht nur die Grundrechte zu schützen, sondern auch das Wohl seiner Bürger ganz direkt. In einer Pandemie ergibt sich daraus ein klassischer Zielkonflikt. Ich jedenfalls möchte weder mit allen Freiheiten an Corona krepieren noch für immer im Teillockdown leben.

In my humble opinion

Jürgen W. schrieb am 23.01.2021 um 19:43

... die Frage nach der Sinnhaftigkeit mancher Coronaeinschränkungen erlaubt sein. ...

Diese Frage ist ebenso berechtigt wie die Frage nach der Zahl und der Intention derer, die die Gefährlichkeit von Sars-CoV-2 in Frage stellen oder sogar leugnen, und die Frage nach der Zahl derer, die wissentlich, grob fahrlässig oder fahrlässig die Schutzmaßnahmen nicht einhalten.

Zählen Sie doch einfach mal die, die beim Abbiegen ( links, rechts, aus dem Kreisverkehr, Spurwechsel , anfahren ) nicht blinken, obwohl das zwar vorgeschrieben, aber im Grunde nur eine Form von Teamverhalten gegenüber den Mit-Verkehrsteilnehmern und auch nur ein ganz einfacher Handgriff ist.

Dann sehen Sie, welchen Sack Flöhe die Politiker da hüten wollen und das, obwohl sie auch aus/in dem Sack sind. Die Alten haben dazu "wo gehobelt wird, da fallen Späne" gesagt.

In my humble opinion

Häberle & Pfleiderer schrieb am 23.01.2021 um 22:15...
was machen eigentlich die Gesunden anders, das sie sich nicht infizieren ???

Tja, die Einen halten sich vielleicht an A-H-A, sind vorsichtig, die Anderen haben vielleicht bisher nur schweinemäßig Glück gehabt, oder?

Und dann gibt es noch die, die "Dank der Gnade der späten Geburt" nicht oder nicht so stark erkranken und die, die in der genetischen Lotterie der Zeugung das große Los gezogen haben, wozu sie absolut nichts konnten.

Häberle & Pfleiderer

und immer schön glauben was die Medien und Politik so von sich geben * 

selbst mal denken und sich besser informieren, könnte was anderes zutage bringen *

was machen eigentlich die Gesunden anders, das sie sich nicht infizieren ???

Jürgen W.

...bei allem Respekt vor den Opfern und die Trauer über die Toten sollte dennoch die Frage nach der Sinnhaftigkeit mancher Coronaeinschränkungen erlaubt sein. Hält man sich z.B. die 114 positiven Fälle von Mitarbeitern und Bewohnern in einer Gmünder Alterseinrichtung und die hohe Zahl der Ansteckung auf der paliativen Station in Mutlangen vor Augen, kann sich einem schon die Frage aufdrängen wie man das dadurch verhindern will, indem man den Menschen nachhaltig verbietet nach 20 Uhr vor die eigene Haustüre zu gehen. Die Anwendung dieses gravierenden Eingriffs in die Freiheit und die Privatsphäre der baden-württembergischen Bevölkerung war einst von der Bundesregierung gedacht bei Inzidenzen von über 200 in einem Landkreis oder Bundesland. Mittlerweile ist die Inzidenz in Baden-Württemberg auf einen Wert unter 100 gefallen. Auch gibt es aktuell in keinem Landkreis in BW einen Inzidenzwert von über 200. Dennoch hält Herr Kretschmann weiterhin zwanghaft an dieser Maßnahme fest und Baden-Württemberg beschreitet damit einen Ausnahmeweg in ganz Deutschland. Denn nur Bayern hat hat noch eine generelle nächtliche Angangssperre und die beginnt um 21 Uhr. Allerdings hatte und hat Bayern deutlich höhere Werte. Sein grüner Sozialminister, der es auf fahrlässige Weise anhaltend versäumt hat die alten Menschen adäquat zu schützen, bringt heute sogar einen Inzidenzwert von unter 25 ins Gespräch, ehe man die Maßnahmen lockern kann. Angesichts der bevorstehenden Landtagswahl könnte man schon den Eindruck gewinnen, dass sich Ministerpräsident Kretschmann Haltungen seines CDU-Innenministers Strobl und seiner CDU-Kultusministerin Eisenmann zu eigen macht. Nur geht es hier um die Einschränkung elementarischer Grundrechte der Menschen in diesem Land. Für mich hat das ein Gschmäckle...

Matthias Fuchs

Claus Faber schrieb am 23.01.2021 um 14:17

Angesichts über 50.000 Toten, ob an oder mit Corona gestorben, halte ich so eine Aktion für unverständlich, ja gerade zu makaber. 

Wie Recht Sie haben, Herr Faber! Wenn auch nur ein einziges Familienmitglied oder Freund von diesen Irren an Luftnot durch die Corona-Erkrankung jämmerlich erstickt und verreckt wäre, dann würden sie sich solche sinnlosen Aktionen sparen!

Claus Faber

Angesichts über 50.000 Toten, ob an oder mit Corona gestorben, halte ich so eine Aktion für unverständlich, ja gerade zu makaber. 

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