Kommentar Stefan Kegel zu höheren Steuern für Reiche

Die schönsten Hits der SPD

  • Stefan Kegel Foto: Thomas Koehler/photothek.net
Die schönsten Hits aus den 70ern, 80ern – und das Beste von heute: Diesem vertraut-bewährten Slogan kann auch die SPD regelmäßig vor Wahlen nicht widerstehen. Denn was im Radio funktioniert, das funktioniert auch an der Wahlurne. Insofern ist es nicht überraschend, dass Finanzminister und SPD-Spitzenkandidat Olaf Scholz die altgediente Wunderwaffe namens Steuererhöhung für Reiche wieder ausgräbt. Und in der Tat ist in der Corona-Krise die Vermögensverteilung zwischen Arm und Reich – jedoch nicht die Einkommensentwicklung – weiter auseinandergegangen.

Aber egal, wie man zu dem Vorstoß steht: Er zeigt, was allen Beobachtern seit Beginn der Krise klar sein musste: Aus der Portokasse werden die Ausgaben für Coronabekämpfung, Wirtschaftshilfen oder Impfstoffbeschaffung sowie die sozialen Wohltaten aus der Zeit davor nicht zu bezahlen sein. Es wird Steuererhöhungen geben. Und die werden sich nicht auf das Zuckerli beschränken, dass auch die Reichen mehr zahlen müssen. Auf dieses Eingeständnis werden die Wähler allerdings noch bis nach der Bundestagswahl am 26. September warten müssen.
© Südwest Presse 26.02.2021 07:45
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