Land für Öffnung mit Schnelltests

Vor Beratungen in Berlin skizziert Stuttgart einen Weg aus dem Lockdown.
Baden-Württemberg dringt auf eine schrittweise Lockerung des Lockdowns mit Hilfe von Schnelltests. In einem Impuls-Papier für die Bund-Länder-Beratungen am kommenden Mittwoch schlägt das Land vor, unter anderem Teile des Einzelhandels und der Gastronomie sowie Museen auf diese Weise zu öffnen. Veranstalter und Betreiber der Einrichtungen „müssen dafür Sorge tragen, dass nur Besucherinnen und Besucher Zutritt erhalten, die einen negativen Test vorweisen können“.

Angesichts einer drohenden dritten Infektionswelle durch die ansteckenderen Virusvarianten müsse man weiter Vorsicht walten lassen. Doch mit Hilfe der massenhaft verfügbaren Schnelltests und der bald auch einsetzbaren Laien-Selbsttests könne man die Einschränkungen abmildern.

Die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht hat den Corona-Kurs der Bundesregierung scharf kritisiert. Es fehle den Maßnahmen an einer datenbasierten Grundlage, sagte sie der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft. „Das ist ein Kernproblem. Frau Merkel inszeniert sich als Wissenschaftskanzlerin. Aber sie hört nur die Wissenschaftler, die sagen, was sie hören will.“ Wagenknecht begrüßte, dass es immerhin zu Teilöffnungen komme, etwa der Frisörgeschäfte. „Das ist erfreulich. Aber warum sie und nicht die Boutiquen? Es ist Willkür, und das ist bei Eingriffen in Grundrechte nicht akzeptabel.“

dpa/abo

Interview
© Südwest Presse 26.02.2021 07:45
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