Querpass

Düstere Aussichten

  • über das Aus für Olympia an Rhein und Ruhr Carsten Muth Foto: Volkmar Könneke
Die deutsche Olympia-Bewegung hat einen schweren Rückschlag erlitten. Mal wieder. 49 Jahre sind seit den letzten Spielen in Deutschland vergangen. Nach den Sommerspielen 1972 in München haben sich etliche Standorte um die Austragung des sportlichen Mega-Ereignisses bemüht. Berchtesgaden, Berlin, Leipzig, München und Hamburg wollten Winter- oder Sommerspiele. Vergeblich. In den meisten Fällen wurden die Aspiranten noch vor der offiziellen Bewerbung ausgebremst. Die Pläne etwa von Politik und Sport, Hamburg ins Rennen um die Sommerspiele 2024 zu schicken, stoppten die Bürger vor Ort. In einem Referendum lehnte ein knappe Mehrheit das Vorhaben ab. Paris erhielt am Ende den Zuschlag.

Gescheitert ist nun auch die Initiative für Rhein-Ruhr und die Austragung der Sommerspiele 2032. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) favorisiert das australische Brisbane. Es gilt als sicher, dass die Stadt in der nächsten IOC-Vollversammlung als Ausrichter verkündet wird. Der Deutsche Olympische Sportbund zeigt sich überrascht, hatte offenbar mit einer solch schnellen IOC-Empfehlung für 2032 nicht gerechnet. Die Region Rhein-Ruhr ist raus, bevor sie so richtig loslegen und Pläne vorstellen konnte. Was bleibt, sind düstere Aussichten. München wird noch lange Austragungsort der bislang letzten Spiele auf deutschem Boden bleiben.
© Südwest Presse 26.02.2021 07:45
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