Ziel: Weniger Schüler in den Bussen

Pandemie Der Ostalbkreis schlägt ein „Drei-Punkte-Konzept“ für eine pandemiegerechte Schülerbeförderung vor.

Aalen. Im Herbst haben der Ostalbkreis und OstalbMobil auf knapp 40 Linien im Landkreis Verstärkerbusse eingesetzt, um eine pandemiegerechte Schülerbeförderung sicherzustellen, informiert das Landratsamt in einer Pressemitteilung. „Seitdem sind wir mit den Busunternehmen, aber auch mit den Schulleitungen in einem engen Austausch, vor allem mit dem Ziel, die Schulanfangszeiten zu flexibilisieren“, sagt dazu Landrat Dr. Joachim Bläse. Dazu gibt es nun ein „Drei-Punkte-Konzept“, um die Schülerströme zu entzerren. Darüber wurden kürzlich alle Schulträger und Schulleitungen informiert, damit vor Ort an den Schulen die Differenzierung des Unterrichtsbeginns geprüft und umgesetzt werden könne.

Den Infektionsschutz an den Schulen will das Landratsamt um entsprechende Maßnahmen bei der Schülerbeförderung ergänzen. Ziel sei es, die Schulbusse möglichst gleichmäßig zu befüllen. Als ersten Punkt nennt Bläse die Verstärkerfahrten. Wie bereits im Herbst, werden die Verstärkerbusse so weit wie möglich reaktiviert und bei Bedarf ausgebaut.

Ergänzend müsse der Unterrichtsbeginn differenziert begonnen werden. Deshalb sollen die Schulen im Ostalbkreis möglichst die Hälfte der Schüler täglich auf die erste Stunde und die andere Hälfte täglich auf die zweite Stunde einplanen. Bei Doppelstundenmodellen sei auch ein Schulbeginn zur dritten Stunde möglich. Für die Berufsschulzentren und interessierte Schulen könnten aus Sicht des Kreises kurzfristig entsprechende Hinfahrten zur dritten Stunde bei Bedarf eingerichtet werden.

Erforderlich wird dadurch ein gestaffelter Unterrichtsschluss zur fünften, sechsten oder siebten Stunde. Vor allem zur 6. Stunde sollten täglich nur noch möglichst maximal die Hälfte der Schüler Schulende haben, so das Landratsamt. „Wir werden dazu kurzfristig bei Bedarf neue Fahrten auch nach der siebten Stunde einrichten“, so Bläse an.“

Nach der Rückmeldung der Schulen werde die Landkreisverwaltung auf die Schulen zugehen. Ziel sei eine Umsetzung spätestens nach Ostern.

© Schwäbische Post 26.02.2021 18:52
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