Corona-Hilfe für kleinere Betriebe

Ausbildungsprämie soll verdoppelt werden

  • Für Ausbildung winkt bald mehr Geld. Foto: Marcus Brandt/dpa
Angesichts der Probleme vieler Jugendlicher, in der Corona-Pandemie eine Lehrstelle zu finden, will Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SDP) die Ausbildungsprämie auch im Ausbildungsjahr 2021/22 zahlen und verdoppeln: Betriebe, die trotz eines Corona-bedingten Einbruchs so viele neue Ausbildungsverträge abschließen wie vor der Krise, erhalten pro Stelle einmalig 4000 Euro. Für zusätzliche Lehrstellen winken sogar 6000 Euro.

Die Verdoppelung gilt für alle Ausbildungsverträge, die ab dem 1. Juni 2021 beginnen. Zudem werden auch größere Betriebe gefördert: Die Prämie winkt künftig Betrieben mit bis zu 499 Mitarbeitern. Bisher lag die Grenze bei 249 Mitarbeitern. Das Bundeskabinett soll die Neuregelung am 10. März beschließen.

Hintergrund ist das rückläufige Lehrstellenangebot: Jeder zehnte Ausbildungsbetrieb will sein Angebot im Ausbildungsjahr 2021/22 zurückfahren oder ganz einstellen, ergab eine Umfrage des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Hauptgründe sind die unsicheren Geschäftserwartungen sowie finanzielle Probleme. dik

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© Südwest Presse 03.03.2021 07:45
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