Wintersport

Corona bremst den großen WM-Favorit aus

Halvor Egner Granerud wird in Oberstdorf positiv getestet und kann am Donnerstag nicht starten.
  • Halvor Egner Granerud ist positiv getestet worden. Foto: Daniel Karmann/dpa
Kurz vor dem Finale der Nordischen Ski-WM hat das Coronavirus Norwegens Skisprung-Überflieger Halvor Egner Granerud zu Fall gebracht. Der elfmalige Saisonsieger wurde am Mittwoch nach einem positiven Test isoliert. Der große Rivale von Markus Eisenbichler und Karl Geiger fällt damit für die Entscheidungen auf der Großschanze aus. Weil zudem kurz darauf Italien sein komplettes Team nach zwei weiteren Positiv-Fällen zurückzog, drohen der bislang so reibungslos verlaufenen Riesen-Veranstaltung doch noch Chaostage.

„Ich fühle mich ein wenig unwohl, aber ansonsten geht es mir gut“, teilte der 24-Jährige betrübt, aber insgesamt gefasst mit: „Das bedeutet ganz offensichtlich, dass die WM für mich vorbei ist, und das ist ein Jammer.“

Norwegens Teamleitung informierte am Mittwochmorgen bei einem eilig einberufenen Pressetermin über die weiteren Folgen des positiven Tests. Wie Skisprungchef Clas Brede Braathen erklärte, sei kein weiterer Sportler und keine Sportlerin vom Gesundheitsamt als enger Kontakt eingestuft worden, die anderen Norweger können also an den weiteren drei Sprung-Entscheidungen von Oberstdorf teilnehmen. „Es ist natürlich hart für einen Athleten, der als einer der größten Favoriten zur WM gekommen ist, von einem Virus ausknockt zu werden“, sagte Braathen. Norwegens Cheftrainer Alexander Stöckl zeigte sich ratlos: „Es ist nicht nachvollziehbar, wo das herkommt. Wir hatten mit niemandem Kontakt außerhalb unserer Blase“, sagte der Österreicher im ZDF.

Lundby schreibt Geschichte

Derweil ist Maren Lundby erste Skisprung-Weltmeisterin von der Großschanze geworden. Die 26 Jahre alte Norwegerin gewann am Mittwoch nach Sprüngen auf 128 und 130,5 Meter die WM-Premiere in Oberstdorf. Silber sicherte sich Sara Takanashi aus Japan, Bronze ging an Nika Kriznar aus Slowenien. Das Einzel auf der Normalschanze hatte in der vergangenen Woche die Slowenin Ema Klinec gewonnen.

Die deutschen Frauen erzielten ein ordentliches Teamergebnis, verfehlten die Podestplätze aber deutlich. Juliane Seyfarth belegte als beste Athletin des Teams von Bundestrainer Andreas Bauer Rang zehn. Auch Katharina Althaus (12.), Anna Rupprecht (15.) und Luisa Görlich (19.) hatten es zuvor problemlos in den zweiten Durchgang geschafft. sid/pa
© Südwest Presse 04.03.2021 07:45
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