Den Rohrwang nicht verbauen

Zum geplanten Krematorium:
Der Rohrwang ist ein beliebtes Naherholungsgebiet, das ich und meine Familie gerne besuchen, selbst wenn wir nicht in der direkt angrenzenden Nachbarschaft wohnen. Es sollte auch - und ich gehe davon aus, dass das ein weit verbreitetes Anliegen der Aalener Bevölkerung ist - ein Erholungsgebiet bleiben.
Diese Funktion sehe ich aber extrem gefährdet durch den Bau eines Krematoriums, das nicht nur für den Eigenbedarf geplant ist, sondern für ein Vielfaches der hier benötigten Kapazität. Wer garantiert uns denn, dass nicht Abgase wie aus einem Industriebetrieb emittiert werden? Und ein Schornstein-Industriebetrieb gehört in diesen Bereich gewiss nicht hin, wo viele Spaziergänger Ruhe finden, Jogger laufen, Sportler sich ertüchtigen, die Jugendherberge für ein Haus in frischer Luft einlädt und Studierende der Fachhochschule eine angenehme Umgebung suchen.
Auch das gehört zur Attraktivität eines Studienortes: nicht nur tolle neue Gebäude, sondern auch das Ambiente. Wenn mitten drin ein Krematorium mit seinen Emissionen steht, dann wird eine große Chance verpasst, nämlich ein äußerst wertvolles Erholungsgebiet zu bewahren. Solche Bereiche sind ein Schatz und ein Kapital für die Zukunft, für die wir mit verantwortlich sind, durch Gleichgültigkeit und geschehen lassen oder durch deutliche Meinungsäußerung: Verbaut uns nicht den Rohrwang.>Binia Wippenbeck, Aalen
© Schwäbische Post 16.04.2003 00:00
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