Kriegsspielzeug?

Zu "Kinder müssen toben":
Ich wundere mich oft über die Doppelmoral vieler Eltern. Einerseits sind sie mit ihren Kindern an Demos beteiligt gegen Krieg und Gewalt, lassen ihren Kindern Schildern um den Hals hängen "Kein Krieg, keine Gewalt". Andererseits kaufen, dieselben Eltern ihren Kindern, Spielzeugwaffen, zum Beispiel Pistolen, Gewehre, Maschinengewehre und so weiter. Mich schaudert's jedes mal, wenn so ein Knirps zum Beispiel seine "Maschinenpistole" auf mich richtet und losrattert, vielleicht auch noch ruft, jetzt bist du tot. Wenn diese Eltern, ihren Kindern keine solche Spielzeuge kaufen würden, der Handel würde von selber einschlafen.
Genauso ist es mit der Umweltmoral. Da holen die Eltern, ihre Kinder von der Schule oder vom Kindergarten ab und die Muttis und Papis sitzen mit qualmender Zigarette am Lenkrad. Und zuhause wird dann weitergequalmt auch wenn die Kinder dabei sind. Dieselben Eltern protestieren und demonstrieren gegen Mobilfunk, Dieselruß und so weiter, weil krebserregend. Dass aber die eigenen Kinder von ihren Eltern den Qualm einatmen müssen, ist egal. Da werden sie dann egoistisch "Man will ja auch was vom Leben haben". Und da braucht man sich doch nicht wundern, wenn die Raucher immer jünger werden, denn die Eltern machen es ja vor. Man sieht's am besten im eigenen Bekanntenkreis.>Josef Balle, Aalen-Fachsenfeld
© Schwäbische Post 23.04.2003 00:00
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