Westliche Religionen in moslemischen Ländern

Zum Leserbrief "Eigene Erfahrungen sammeln" von Bilal Dincel, GT vom 5. Mai
"Herr Dincel möchte in seinem Leserbrief glauben machen, dass alle Berichte, die über die auffallend schwierige Situation der westlichen Religionen in muslimischen Ländern berichten (. . ) der Unwahrheit entsprechen.
Nein, Herr Dincel, auch so geht's nicht. Man kann die Wahrheit nicht unterdrücken oder verleugnen, das haben schon viel bedeutendere Personen als Sie und ich versucht und sind letztlich alle kläglich gescheitert.
Dabei ist es so einfach, die Realität festzustellen, wenn man nur will. Man muss sich eigentlich nur aus den Berichten der seriösen Medien seine Meinung bilden.
Wenn man allerdings die Realität nicht zur Kenntnis nehmen will, weil das nicht ins eigene Meinungsbild passt, und/oder gewissen Zielen schaden könnte, kann man Ihren 'Aufschrei' schon verstehen. Sie müssen die Deutschen schon für sehr desorientiert bzw. naiv halten, was ich (siehe Leserbrief vom 3.5.06) teils sogar verstehen kann.
Das Dumme ist nur, dass in der GT vom Samstag, 6. Mai die Gmünder Dekane, zwar zurückhaltend (. . ), jedoch deutlich genug bestätigt haben, dass es mit der Unterstützung der westlichen Religionen in moslemischen Ländern nicht weit her ist. Und genau das hatte ich geschrieben und wurde prompt von Ihnen der Lüge bezichtigt. Ob Sie jetzt wohl die Herren Dekane auch der Unwahrheit bezichtigen werden? Wohl nicht! Als lernfähiger Mensch werden Sie sicherlich künftig gegen Anschläge von Terroristen und Todesdrohungen gegen Christen und Priester vernehmbar protestieren, in der Heimat die beste Unterstützung der westlichen Religionen fordern, normales Benehmen in Ausländerklassen einfordern, die Gettobildung anprangern, nicht nur Rechte Ihrer Landsleute , sondern auch die Pflichten im Land der 'Ungläubigen' aufzeigen und dem oft fehlenden Interesse an Eingliederung, Sprache und 'Deutschtum' entgegen treten. Einfach mehr geben, als fordern. Über die vielfachen positiven Auswirkungen könnten sich alle Beteiligten dann nur noch freuen."
Otto A. Müller Heubach
© Schwäbische Post 11.05.2006 00:00
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