Gegen Zubringer

Zum Thema "Südzubringer":
Dieser Zubringer war schon zu Beginn des Baus der A 7 in den 80-er Jahren höchst umstritten - die Umweltschützer lehnten ihn geradewegs ab, auch Ebnat war nie ein großer Anhänger dieser Maßnahme.
Der Gemeinderat von Aalen stimmte in den 90-ern für den Bau der Notspur - auch nicht ganz billig - und strich die Planung eines Südzubringers aus dem Flächennutzungsplan. Ich meine zu Recht, und das Verkehrsgutachten des renommierten Büros Brenner&Münnich bestätigt dies.
Inzwischen regt sich auch Widerstand in Oberkochen. Damals sagte Baubürgermeister Holzbaur, wenn die Trasse 6f verwirklicht würde, so müsste zwangsläufig die Unterkochener Umgehung der B 19 vierspurig ausgebaut werden, um das erhöhte Verkehrsaufkommen zu bewältigen. Und das gilt wohl auch heute noch in viel stärkerem Maße. Wo bleibt da aber die Verkehrsentlastung der Gemeinde?
Den Zubringer weiter zu fordern greift zu kurz. Werktäglich passiere ich die Abfahrt der Ebnater Steige und beobachte den Verkehr aus dem Bus. Ich finde, dass so viel da nicht los ist. Trotzdem verstehe ich den Unmut der Anwohner und könnte mir vorstellen, man käme durch weitere Beschränkungen des Verkehrs, z.B- auch bergwärts keine Lkw, ein Stück weiter oder aber durch Bau von Lärmschutzmaßnahmen. Es ist doch klar: Neue Ausbaustrecken ziehen den Verkehr magisch an.
Dr. Bernhard Gänswein, Aalen
© Schwäbische Post 03.05.2003 00:00
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