Soziale Reform?

Zu geplanten Sozialreformen; Bericht "Länger arbeiten für weniger Rente" und Kommentar vom 25. April:
Langsam verdichten sich die Versuchsballone von Sozialministerium und Rürup-Kommission zu einer Vorstellung, was auf die sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer und vor allem spätere Rentner wohl zukommt.
Ob die Beitragserhöhungen oder Leistungsabstriche überhaupt oder in der geplanten Höhe notwendig sind, kann ich als Bürger leider nicht beurteilen. Ich frage mich aber, wer beschließt denn eigentlich diese Einschnitte? Werden Mitglieder von Regierung, Verwaltung und Parlament, die das beschließen, davon überhaupt selbst betroffen sein?
Es werden ungute Erinnerungen wach, wie die Inhaber von Freifahrscheinen der Bundesbahn (nämlich die Bundestagsabgeordneten) flott über die Erhöhung der Mineralölsteuer für den Rest der Republik beschlossen haben. Haben sie nicht auch über die Last der versicherungsfremden Leistungen in den Sozialversicherungen beschlossen und Leistungen für solche, die nie Beiträge geleistet haben?
Ich meine, dass Entscheidungen dieser Art in die richtigen Hände gehören. Wenn schon Sozialreform, dann bitte so, dass die Beschließenden auch selbst die verordneten Maßnahmen zu spüren bekommen, und die Vertretung der Beitragszahler nur durch solche erfolgt und nicht in den kurzsichtigen und opportunistischen politischen Händen liegt.
Ekkehart Hirsch,
Oberkochen
© Schwäbische Post 03.05.2003 00:00
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