Kinderfreundlich?

Zu Beginn des nächsten Kindergartenjahres soll der Kindergarten "Regenbogen" in der Triumphstadt in Aalen geschlossen werden. So die Entscheidung des Gemeinderates vom 26. Oktober. Wir Eltern von Kindergartenkindern des Regenbogens können der Argumentation des Gemeinderates nicht folgen, da die Kindergartengruppe voll ausgelastet ist, was zeigt, dass in der Triumphstadt zahlreiche Kinder versorgt werden müssen und dies auch in Zukunft zu erwarten ist.
Die Triumphstadt ist ein für kinderreiche Familien attraktives Wohngebiet, da hier noch Hauserwerb möglich ist. Wie der Berichterstattung zufolge höhere Fluktuation in Mehrfamilienhäusern mit höheren Kinderzahlen zusammenhängen soll, ist uns schleierhaft.
Unserer Meinung nach suchen sich Familien mit mehreren Kindern vielmehr ein Eigenheim.
Ein weiterer Grund für den "Kindergarten um die Ecke" ist einfach, dass ein weiter Weg zum Kindergarten nicht zumutbar ist. Nicht viele Familien verfügen über zwei Autos; ein weiter Fußweg ist für kleine Kinder zu gefährlich.
Der Hauptgrund für unser Anliegen, den Kindergarten zu erhalten, ist die Pädagogik, die im "Regenbogen" angewendet wird. Unsere Kinder fühlen sich dort wohl, die Eltern schätzen die individuelle Betreuung. In diesem Kindergarten ist jedes Kind etwas besonderes.
Zuletzt stellt sich uns die Frage, wie es vereinbar ist, in einem Jahr 40 Jahre Kindergarten zu feiern und sich im kommunalen Wahlkampf die Kinderfreundlichkeit auf die Fahnen zu schreiben und auf der anderen Seite den "Regenbogen" zu schließen.
Familien Albersmeier und Meckes
mit zusammen fünf Kindern
© Schwäbische Post 09.11.2006 00:00
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