Fragen über Fragen

Zum Bau eines Krematoriums im Rohrwang:
Der Bau des Krematoriums im Rohrwang wurde vom Gemeinderat in nichtöffentlicher Sitzung laut Zeitungsberichten einstimmig genehmigt. Mit dem Bau soll noch in diesem Jahr begonnen werden.
Einzelheiten wurden nicht bekannt, da alles hinter verschlossenen Türen verhandelt wurde. Deshalb frage ich: Wann werden wir Bürger über die Dimensionen und das Aussehen des zukünftigen Bauwerks informiert? Wann erfahren wir die Richtwerte für die zulässigerweise an die Umwelt abgegebenen Gifte? Wann erfahren wir, welche Betriebszeiten dem Krematorium genehmigt werden? Ist es zutreffend, dass beim Abschalten des Ofens unangenehme Gerüche entstehen können? Heißt das, dass man den Ofen möglichst durchgehend Tag und Nacht in Betrieb haben wird, womöglich auch an Sonn- und Feiertagen? Ist es richtig, dass bei Betriebsstörungen der Verbrennungsvorgang nicht abgebrochen werden darf? Werden dann die Gifte sozusagen direkt in die Umwelt abgeleitet? Fragen über Fragen! Muss man nicht äußerst beunruhigt sein über das, was uns mit dem Bau des Großkrematoriums bevorsteht?
Außerdem - das Bauwerk wird nicht der Ort sein, um sich von verstorbenen Aalener Bürgern würdevoll zu verabschieden, sondern es wird eine industrielle Verbrennungsanlage sein, zu der Tausende Leichen hergefahren werden, damit die Anlage möglichst gewinnbringend betrieben werden kann. Wollen wir Aalener Bürger, ob Sportler, Spaziergänger oder Anwohner das im Rohrwang, unserem Naherholungsgebiet haben?>Irma Rupp, Aalen
© Schwäbische Post 14.05.2003 00:00
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