Zivis vor dem Aus?

Zur Bedeutung des Zivildienstes:
Da wollen die verschiedenen Organisationen künftig auf ihre Zivildienstleistenden (Zivis) verzichten. Angeblich seien sie zu teuer geworden und die Ausbildung wegen eines Jahres würde sich nicht rentieren. Man würde lieber hauptamtliche Kräfte einstellen, aber die sind schwer zu bekommen und noch teuerer, was die Gebühren für Dienstleistungen noch mehr erhöht. Trotz Arbeitslosigkeit sind nur wenige bereit und am Pflegeberuf interessiert.
Die Zivis, anfangs als "Drückeberger vom Wehrdienst" verachtet, sind für die entsprechende Organisationen unverzichtbar geworden. Mit wenigen Ausnahmen haben alle Zivis ihre Aufgaben mit vollem Einsatz und Bereitwilligkeit erfüllt. Alte und pflegebedürftige Menschen zu versorgen, ist nicht leicht. Dazu gehören Geduld und Einfühlungsvermögen.
Den Zivis ist es zu verdanken, dass viele Menschen das Gefühl und Empfinden hatten und haben, dass sie versorgt und nicht allein gelassen sind. Man wird Angesichts der immer mehr Pflegebedürftigen einmal händeringend nach Zivis rufen. Ihnen sei der Dank all derer, die ihre Hilfe und Menschlichkeit erfahren durften.>Friedrich G. Leeb, Aalen
© Schwäbische Post 21.05.2003 00:00
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