Offener Brief an Ministerin Tanja Gönner

„Sehr geehrte Frau Ministerin Gönner,
seit Monaten verfolge ich nun diesen Hickhack um die Umweltzone und den Tunnelfilter in Schwäbisch Gmünd. Man mag kaum glauben, mit welch hanebüchenen Argumenten hier Meinungen vertreten werden. Manchmal fühle ich mich nach 'Schilda' versetzt. Wie können Sie, um einen Teil der Gmünder Bevölkerung angeblich vor Feinstaub zu schützen, eine Umweltzone einrichten, deren Auswirkung durch den dann einsetzenden Ausweichverkehr auf der so genannten 'Stinkerroute' das ganze Umland in Mitleidenschaft zieht. Gleichzeitig aber wird beim Tunnelfilter die Belastung heruntergerechnet und falls dieser nicht eingebaut wird, gibt es eine weitere Belastung durch die ausgeblasenen Grob- und Feinstäube.
Ich kann da Ihrer Argumentation nicht folgen. Sind wir, die wir an der Peripherie Gmünds wohnen, diesen Schutz nicht wert, den Sie den Talbewohnern durch die Umweltzone zukommen lassen wollen? Wird dann etwa über der Umweltzone auch noch eine Glaskuppel errichtet, denn anders macht Sie ja keinen Sinn? Schließlich leben wir ja alle in der gleichen Atmosphäre. Da es sich bei dieser Feinstaubproblematik um eine EU -weite Angelegenheit handelt, möchte ich gerne wissen, wie weit diese Aktivitäten in den anderen EU-Ländern gediehen sind? Oder galoppieren wir wieder im vorauseilenden Gehorsam vorneweg? Es würde mich freuen, von Ihnen zu hören.
Mit freundlichen Grüßen“
Erich Münnich
Schwäbisch Gmünd- Lindach
© Schwäbische Post 06.11.2007 00:00
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