Den Iren sei Dank!

Europa muss demokratisch verfasst sein und vor allem ein klares Bekenntnis zu seinen christlichen Wurzeln formulieren und leben, wenn es in den Herzen seiner Einwohner ankommen und dauerhaft erfolgreich sein will. Kein bürokratischer und technokratischer Superstaat der Finanzdienstleister und globalisierter Mega-Konzerne, sondern ein vielseitiger Staatenbund europäischer Vaterländer mit eigenen Profilen.
Wir Deutschen wissen mehrheitlich nicht, was da aus Brüssel auf uns zukommt. Unsere Volksvertreter haben leichtfertig oder unwissend wichtige Teile des Grundgesetzes aus der Hand gegeben; das Staatsvolk muss die Konsequenzen tragen, ohne gefragt worden zu sein.
Die Iren haben mit ihrer Abstimmung gezeigt, dass sich die Verantwortlichen in Brüssel eben nicht genug für ein Europa der Bürger einsetzen. Doch dort ist man weit weg von produktiver Selbstkritik und fordert stattdessen frech und eigensinnig, die Abstimmung so oft wiederholen zu lassen, bis (ihnen) das Ergebnis passt. Das erinnert fatal an die Präsidentschaftswahlen in USA, wo so lange ausgezählt wurde, bis das gewünschte (?) Resultat zustande kam. Europa muss vor solchem Ungemach bewahrt werden - lieber wechseln wir dann doch die Politiker aus!
Richard Baumann,
Ellwangen-Rindelbach
© Schwäbische Post 21.06.2008 03:14
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