Fachwissen ist gefragt

Zum Thema "Tauben in der Innenstadt":
Dass die große Anzahl der verwilderten Haustauben für die Innenstadtbewohner eine Belästigung darstellt, steht außer Frage. Doch die Art der Berichterstattung bedarf dringend einer Korrektur.
Was haben die Betroffenen der Innenstadt bisher dagegen getan? Geschimpft, beschimpft und die Himmelsbotin (die Taube) zum irdischen Lästling gemacht. Was haben die alten Damen, die in beiden Berichten vom Samstag verunglimpft und übel beschimpft werden, getan? Auch Männer und jüngere Mitbürger versorgen die Tauben mit artgerechtem Futter.
Aber diese Damen kämpfen seit Jahren um eine menschen- und tierfreundliche Lösung. Herr Ziegelbauer, Herr Perzi - wo bleibt die Ehrlichkeit? Sie kennen doch das Engagement der Damen!
Um auf Dauer eine erfolgreiche Dezimierung der Tauben zu erreichen, muss man sich Fachwissen über die Lebensgewohnheiten der Tiere aneignen. Auf die Bitte der alten Damen kam ein Fachmann für Taubenprobleme aus Augsburg nach Aalen. Vor Ort gab er Ratschläge, die kostengünstig und bereits in anderen Städten erprobt sind. Eine Delegation aus dem Aalener Rathaus fuhr nach Augsburg, um sich von dem Erfolg dieser Art der Problemlösung zu vergewissern. Diese Beamten waren von dem "Augsburger Modell" begeistert.
Aber was ist in Aalen passiert? Nicht viel! Und noch ein Vorschlag an die geplagten Innenstadtbewohner: Nicht Andersdenkenden zu beschimpfen, sondern mit miteinander eine für alle akzeptable Lösung finden.>Elke Hädrich, Aalen,
Vorsitzende des Tierschutzvereins
Aalen und Umgebung
© Schwäbische Post 06.08.2003 00:00
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