An den Haaren herbeigezogen

Zum Leserbrief „in acht Jahren“ vom 20. März zur OB-Wahl:

Leider werden nun Argumente gegen Herrn Arnold „an den Haaren herbeigezogen“. Wenn vernünftige Argumente ausgehen, dann wird es unsachlich. Kann es ein Nachteil sein, wenn ein Kandidat aus dem – wie Sie es nennen – „strukturschwachen Herdtlinsweiler“ stammt? Unser Bundespräsident Horst Köhler zum Beispiel stammt ebenfalls aus einem kleinen unbekannten Ort aus dem heutigen Polen. Bei weiterer Recherche kann man auf viele namhafte Politiker stoßen, die in kleinen Ortschaften geboren wurden, ohne dass dies ihrer Karriere in irgendeiner Weise abträglich war. So unbekannt und strukturschwach ist der Ort Herdtlinsweiler nicht. Außerdem hat jeder Bürger das Recht, sich beruflich zu verändern. Warum soll dieses Recht nicht für Herrn Arnold gelten? Lassen wir es einfach zu, dass es zum gegenwärtigen Amtsinhaber eine Alternative gibt. Das ist gelebte Demokratie!
Franziska Jeschke, Schwäbisch Gmünd
© Schwäbische Post 31.03.2009 03:04
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