Arme Kirche

Zum Thema: "Weltfremde Kirche" vom 6. August
Als evangelischer Christ habe ich mich über das klare Wort des Papstes gefreut. Er hat das Thema "praktizierte Homosexualität" aufgegriffen und als Sünde bezeichnet. Was mich ebenfalls freute war, dass er seine Aussage mit der Heiligen Schrift begründete. Dass diese Erklärung Anstoß erregen würde, wunderte mich nicht, eher, dass es bei einer Partei mit dem "C" im Namen solch eine Kritik wie die von Rolf Ohler auslöste.
Darf denn das, was in unserem Volk und in Europa zur Normalität wird, nicht mehr als Sünde bezeichnet werden? Darf denn das, was in unserem Volk mindestens prozentual so häufig wie Homosexualität praktiziert wird, nämlich dass zum Beispiel gelogen, betrogen, egoistisch gehandelt oder ein Seitensprung gemacht wird, nicht mehr als das bezeichnet werden, was es ist, nämlich Sünde?
Sollen von nun an Mehrheiten im Volk bestimmen, was recht und was schlecht ist oder doch noch Gottes Wort? Arme Kirche, wenn sie dazu schweigt und sich dem Zeitgeist anpasst.
Hans Häfele, Aalen
© Schwäbische Post 13.08.2003 00:00
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