Vom Nutzwert der Geologie

Zum Urweltmuseum:
Lieber Gemeinderat, als in Aalen noch Stolz und Bildung vorhanden waren, wurde das Urweltmuseum einstimmig beschlossen und in viel Eigenarbeit der Aalener und ihrem Bauhof das Museum in weltmeisterlicher Kürze und Qualität errichtet. Aalen ist durch Benennung einer Schicht, des Aaleniums, weltweit bekannt! Das Museum ist eine Bildungseinrichtung und hat manchen Schüler zum Studium gebracht. Die Geologie und Stratigraphie ist eine Grundwissenschaft und gerade im heutigen Zustand der Erde überlebenswichtig.
Ich erinnere daran, dass die Aalener Geologen verhindert haben, dass heute Kocher und Rems verseucht wären. Das Land wollte auf dem Trostgelände eine Industriewässerdeponie einrichten und „Gutachter“ stimmen dafür. Die Aalener Geologen wiesen darauf hin, dass das Schwäbische Lineament mit Verwerfungen nicht dicht sein kann und die Gifte in Kocher und Rems einsickern. Nur durch die Drohung einer späteren Haftung konnte dieses Gift verhindert werden.
Geologisch Interessierte hätten in Staufen die Katastrophe verhindert, da es bekannt ist, dass darunter Gipskeuper ansteht. Zum Dritten gäbe es ohne die geologisch interessierten Aalener keine Limesthermen.
Was hat sich in Aalen verändert, dass das Urwelt, beziehungsweise Aalenium-Museum geschlossen werden soll? Geld allein darf es nicht sein, wenn ich den bisherigen Nutzen dagegen halte. Rüdiger Mallwitz, Aalen
© Schwäbische Post 04.06.2010 03:06
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