„Das Aalener Urweltmuseum muss erhalten bleiben“

Zum Urweltmuseum:
Aalen ist eng mit der Geologie verbunden. Der historische Eisenerzbergbau beeinflusste die Geschichte der Stadt. Erdgeschichtliche Phänomene wie Ablagerungen des Jurameeres, Schwammfelsen, fossile Korallenriffe und Meteroritenkrater prägen die Landschaft und ziehen viele Fachleute und Touristen an.
Es ist kein Zufall, dass ein vier Millionen Jahre dauernder Abschnitt der Jurazeit in der ganzen Welt „das Aalenium“ genannt wird! Seit vielen Jahren dokumentiert das Urweltmuseum Aalen diese erdgeschichtlichen Phänomene in allgemeinverständlicher Weise, verbunden mit einer eindrucksvollen Präsentation wichtiger Fossilfunde aus der Region. Das Urweltmuseum genießt bei Fachleuten einen hervorragenden Ruf, ist ein Magnet für Fossiliensammler und Touristen und eine wertvolle Stätte naturkundlicher Bildung für Schulklassen. Eine Gruppe hochmotivierter Berufs- und Hobby-Geologen erhält das Haus mit zahlreichen Sonderaktionen lebendig und spannend. Es ist nur logisch, dass das Urweltmuseum als Infostelle des Unesco-Geoparks Schwäbische Alb ausgewählt wurde.
Ohne sein Urweltmuseum würde Aalen etwas Wesentliches fehlen. Gelegentliche Sonderausstellungen wären kein Ersatz für die bestehende permanente Dokumentation der Erdgeschichte mit ihren einzigartigen Fossilfunden. Das Urweltmuseum muss erhalten bleiben!
Dr. Manfred Jäger, Paläontologe,
Dotternhausen
© Schwäbische Post 04.06.2010 03:12
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