Baumverpflanzungen sind PR-Maßnahme

Baumverpflanzungen im Zuge von „Stuttgart 21“:
Die S-21-Betreiber reden ständig von Transparenz und Kommunikation. Am Nordausgang des Stuttgarter Hauptbahnhofs werden gerade Bäume aus dem Boden geholt, zusammengestutzt und auf Fahrzeuge verladen. Sie sollen an anderer Stelle wieder eingepflanzt werden. Parkschützer haben Informationen, dass dies nicht fachgerecht geschieht.
Die Orte, wohin die Bäume verbracht werden, sind geheim, also keineswegs transparent. Zufällig hat ein Parkschützer eine solche Einpflanzstelle gefunden. Er erhielt sofort von der Polizei einen Platzverweis, obwohl er nur die Stelle und den Baum fotografieren wollte. Wenn mit denVerpflanzungen alles in Ordnung wäre, warum macht man dann so ein großes Geheimnis darum?
Wir wollen keine Baumverpflanzungen. Die großen Bäume im Schlossgarten sollen gerettet werden, und das geht nur, wenn sie da bleiben, wo sie sind. Das wiederum geht nur, wenn der Bahnhof oben bleibt. Herr Geißler schlug vor, die alten Schlossgartenbäume zu versetzen. Inzwischen jeder, dass das nicht geht. Aber stattdessen die Nordausgangbäumchen zu versetzen bringt niemand was. Außer PR für die S-21-Betreiber. Dorothee Speck, Stuttgart
© Schwäbische Post 10.02.2011 19:33
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