Etwas mehr Disziplin würde allen helfen

Zur jüngsten Gemeinderatssitzung in Aalen:
Warum soll man sich über einzelne Führungskräfte der städtischen Verwaltung bzw. etliche Aalener Stadträte noch wundern? Ist doch so Manches, was man beinahe täglich darüber aus der Presse entnehmen kann, Gang und Gäbe, selbst bis hinauf ins Europaparlament. Blickt in der politischen Elite sowohl in Europa als auch auf kommunaler Ebene überhaupt noch irgendjemand durch?
Herr Dr. Binkowski, Sie haben ausführlich über die neueste und sehr lebhafte Sitzung im Aalener Rathaus berichtet (SchwäPo vom 15. April). Besucher, die dabei waren, müssten sich eigentlich fragen, was soll denn so ein Theater? Ist ja fast wie im Komödienstadel.
Meiner Meinung nach führt der Fahrstuhl so wie in Aalen auch in Deutschland schon lange nicht mehr nach oben, sondern langsam schleichend nach unten.
Dazu einige Anmerkungen: Schon in den frühen 60er Jahren gab es im Bonner Wasserwerk lebhafte Debatten betreffend notwendigen Bürokratieabbaues. Das ist leider Gottes noch heute so, geschehen ist nichts! Im Gegenteil, alles wurde nur noch komplizierter, was zur Folge hat, dass selbst Experten den Durchblick verloren haben.
Manches könnte man ganz einfach lösen, ohne dass man dafür Millionen Euro ausgeben müsste. Tipp: Allseits etwas mehr Disziplin! Damit wäre uns allen mehr geholfen.
Für uns alle noch etwas zum Nachdenken: Wie führt man ein erfolgreiches Orchester? – Alles klar?
Tibor Oszsvald, Aalen-Wasseralfingen
© Schwäbische Post 19.04.2011 19:02
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