Fähnchen für die Anti-Atom-Bewegung

„Ballonwolke“ am AKW Gundremmingen am 14. Mai:
Am 11. März 2011 ereignete sich die Atomkatastrophe in Fukushima, die wohl jeder im Gedächtnis behalten wird. Es ging seitdem ein großer Ruck durch die Bevölkerung in Deutschland. Dies drückte sich auch bei der baden-württembergischen Landtagswahl Ende März aus.
Aber nicht nur von politischer Seite aus spürt man den Wechsel. Auch das Volk versammelte sich in den vergangenen Monaten noch häufiger als bisher bei Anti-Atom-Demonstrationen und machte damit deutlich, dass der Atom-ausstieg auch nach dem Moratorium bestehen bleiben und vor allem schneller vorangetrieben werden muss. Erst an diesem Wochenende ließ man vor dem nahegelegenen Atomkraftwerk Gund-remmingen 10 000 Luftballons steigen – symbolisch für die Atomwolke.
Mich freut es besonders, wenn mich irgendwo die Anti-Atom-Sonne anlacht. Immer öfter strahlt sie als Fähnchen von Autodächern. Vielleicht kommt bald eine Stimmung wie zu Zeiten einer Fußball-Weltmeisterschaft auf und jeder bekundet seine Anhängerschaft zur Anti-Atom-Bewegung ganz selbstverständlich. Saskia Schrörs, Aalen
© Schwäbische Post 16.05.2011 19:33
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