Luftblase

Zur heutigen Bahnhofsbrücke:„Wenn man viel Zeit verbringt, um über Banalitäten zu diskutieren (Tunnel-Benennung), gehen oft wichtigere Themen unter. So geschehen mit der neuen Remsbrücke für Fußgänger und Radfahrer zwischen Bahnhof und Altstadt. Laut OB ist nach „intensiven Gesprächen“ in den Ausschüssen eine Breite von drei Metern für diese Brücke entschieden worden. Der Ak Mobilität und Verkehr hat seit Jahren (...) eine Brückenbreite von fünf Metern gefordert, aber wie so oft sind wir von der Stadtverwaltung schlichtweg ignoriert worden. Die von dem OB geforderte Bürgerbeteiligung entpuppt sich als Luftblase. Und die am Mittwoch vorgetragenen Argumente von Baubürgermeister Mihm für eine Drei-Meter-Brücke sind absurd: 1. Die Wege an beiden Brückenenden sind nur drei Meter, also reichen drei Meter aus. Wir fordern auch einen breiteren Weg zwischen Bahnhof und Stadt. (...) 2. Wenn zu viele Fußgänger Weg und Brücke verstopfen, sollten die Radfahrer absteigen und schieben – auf einem Hauptradweg. Wann begreift unser Baubürgermeister, dass Radfahrer nicht Fußgänger sind? Radfahrer sind mindestens fünfmal schneller unterwegs. Herausforderungen wie Feinstaub, Klimawandel (...) sprechen für das Fahrrad. Das Fahrrad als Verkehrsmittel sollte gefordert werden, nicht, wie Herr Mihm meint, verhindert! Ich bin seit 2005 Mitglied der Ak. Ich habe nicht im Traum gedacht, dass ich Sehnsucht nach Baubürgermeister Hans Frieser haben würde. Er war (...) offen für vernünftige Argumente. Herr Mihm ist offenbar nicht so weit.“ Peter Harvey,
AK Mobilität und Verkehr, Gmünd
© Schwäbische Post 29.07.2011 22:17
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