Visionen statt Schikanen

Noch einmal zu den Schnapskontrollen bei den Reichsstädter Tagen:
Dass überhaupt junge Leute an ihren Stand kommen, sagt unsere französische Freundin Noémie aus St. Lô, sei in den letzten Jahren sehr selten gewesen, wenn überhaupt. Um so mehr habe es sie geschockt, dass sich der Kauf eines Gläschens Calvados durch zwei junge Frauen, die älter als 18 Jahre ausgesehen hätten, als eine verdeckte Aktion der Polizei und diese dann als Anlass zur Ankündigung einer Strafanzeige erwiesen habe. Dieses Erlebnis hat unserer Freundin aus Saint Lô sichtlich zugesetzt. Wir fragen uns, warum unsere Gäste aus den Partnerstädten nicht schriftlich und ausdrücklich im Vorfeld informiert wurden.
Davon einmal ganz abgesehen scheint es uns, dass die Städtepartnerschaft, statt sie mit Peinlichkeiten zu belasten, immer wieder neue, positive Impulse braucht, damit sie auch noch für die nachfolgenden Generationen ein echtes Anliegen ist.
Andreas Böhme und Dorothee Schuler, Aalen
© Schwäbische Post 23.09.2011 10:45
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