Anschluss weg

Zum Thema „120- Schilder von der Stange“
Kaum an der Macht – Japan sei Dank – wirds Ländle ausgebremst. Was bei S21 nicht gelang, wird nun im kleinen an der B29 praktiziert. Die Hauptschlagader des Remstals wird mit einem Thrombus versehen. Dabei trägt laut ADAC eine generelles Tempolimit weder zur Verkehrssicherheit noch zum Umweltschutz bei. Im Vergleich Tempolimit und Verkehrssicherheit schneiden viele Länder mit generellem Tempolimit schlechter ab als Deutschland. Wollen wir unsere hohe Verkehrssicherheit wirklich aufs Spiel setzen?? Bestes Beispiel is der letzte große Unfall auf der B29 bei Weinstadt. Sieben beteiligte Fahrzeuge, sechs Verletzte. Bei Tempolimit 120km/h. Aber den Grünen sei Dank werden diese Untersuchungen großzügig ignoriert. Vielmehr werden vereinzelte Stimmen, die ein Tempolimit fordern, benutzt um unserm Ländle das grüne Wahlprogramm aufzuzwingen. Da haben die Grünen-Wähler wirklich was erreicht! Vielen Dank! Doch würdet ihr wieder so wählen, wenn als nächstes das Tempolimit 30 innerorts kommt? Ja, richtig gelesen, dies ist auch Bestandteil des Wahlprogramms der Grünen. Ich sage Schluss damit und zwar rechtzeitig! Es darf nicht sein, dass Baden-Württemberg den restlichen Bundesländern hinterher schleichen muss und über kurz oder lang den Anschluss verliert. Axel Wagner, Lorch
© Schwäbische Post 29.09.2011 20:17
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben

Kommentare

Alexander Schenk

Was für die Amis die Waffe, ist dem Deutschen das Rasen!

In den letzten Tagen haben Tempolimitgegner den ADAC mehrmals zitiert, dabei raten aber auch Institutionen wie das Bundesumweltamt und die Polizei regelmäßig für allgemeine Tempobeschränkungen von 120 bzw. 130 km/h. Aus Gründen des Umweltschutzes, des Lärmschutzes und wegen der Verkehrssicherheit.

Herr Wagner aus Lorch, nehmen Sie bitte auch zur Kenntnis, dass die aktuelle Maßnahme nicht einfach so in den grünen Verkehrs- u. Umweltministerien verordnet wurde. Denn seit Jahren treten die Remstalgemeinden - Lorch hat sich dem regelmäßig angeschlossen - für ein Tempolimit 120km/h ein.

In my humble opinion

"Was für die Amis die Waffe, ist dem Deutschen das Rasen!"

Was ist "rasen"? Ursprünglich ja wohl die Bezeichnung für eine extrem ausgelebte ( gewalttätige ) Emotion, die wir nach und nach zum Synonym für "schnell fahren" umgewidmet haben.

Meine Definition für "rasen" im Straßenverkehr ist an die alte Bedeutung angelehnt, nämlich wenn jemand so fährt, dass er die Regeln der StVO nicht einhalten kann bzw nicht mehr einhalten will. Das betrifft natürlich die, die schneller fahren als erlaubt, es betrifft aber auch die, die zB auf der BAB weitgehend links fahren, obwohl rechts frei ist, die beim Fahrstreifenwechsel und ( in der Stadt ) beim Abbiegen nicht blinken, die die Nebelscheinwerfer bei klarer Sicht einschalten ... alles Personen, die beim Steuern des Automobils damit augenscheinlich so überfordert sind, dass sie die Regeln nicht beachten. Letztendlich ist nach dieser Definition aber auch derjenige ein "Raser", der sein Auto im Halteverbot parkt, weil ja wohl selbst das stehende Fahrzeug schneller ist als der Verstand ...

Aber was hat eine amtlich angeordnete Verkehrsbehinderung auf zB 120 mit "rasen" zu tun? Ist eine Geschwindigkeitsbeschränkung inzwischen bei uns ein Allheilmittel für alle Probleme?