Ein Konzept, das die Lösung ermöglicht

Zu Stuttgart 21:
Die Stimmung zwischen den verfeindeten Parteien in der Bevölkerung Stuttgarts ist unerträglich. Man setzt sich nicht neben jemanden in der Stadtbahn, der den falschen Button dran hat, man zieht nachts durch die Straßen und reißt die Aufkleber und die Demowerbung der anderen ab, man sucht bei fast jeder Rede eines Politikers, ob man auch die Trillerpfeife in der Hosentasche hat. Das ist doch nicht normal.
Ein Konzept, bei dem man fünf Milliarden Euro sparen kann, ein Konzept, bei dem eine leistungsfähige Bahninfrastruktur auf lange Sicht garantiert ist, ein Konzept, bei dem man sich nicht von Risiko zu Risiko und von Ausnahmegenehmigung zu Ausnahmegenehmigung hangeln muss, das wird doch jetzt hoffentlich die Lösung sein. Außerdem wäre dann in Stuttgart endlich Ruhe, weil die Demonstranten nicht mehr meinen, nur sie alleine müssten alles Unheil, das die bisherige Planung der Bahn mit sich bringt, abwenden.
Sollten die Betreiber von S21 auf diesen neuen Kompromissvorschlag nicht eingehen, sind sie vollends entlarvt. Dann merkt ganz Deutschland, dass die Bahn absichtlich eine wahnsinnig teure Verschlechterung des Bahnverkehrs auf Kosten des Steuerzahlers geplant hat und eine zerrüttete Stadtbevölkerung dabei in Kauf nimmt.
Nachlesen kann man das alles bei Arno Luik: http://www.stern.de/politik/deutschland/neue-ideen-fuer-s21-das-wunder-von-stuttgart-1735762.html
Dorothee Speck, Stuttgart
© Schwäbische Post 11.10.2011 19:01
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