Finanzwetten: eine sinnvolle Arbeit?

Zum globalen Finanzgebaren:
Im „Spiegel“ dieser Woche lesen wir im Wirtschafts-Leitartikel folgende Sätze: „Ein Investor wettet etwa mit der Bank um eine Million Dollar, dass innerhalb der folgenden 30 Tage der Euro einmal den Wert von 1,40 Dollar berührt, „one touch“. Tritt der Fall ein, muss die Bank dem Investor eine Million Dollar zahlen. Wenn nicht, kassiert die Bank eine Wettprämie, der Investor geht leer aus. Sein Maximalverlust ist auf die Höhe der Prämie begrenzt.“
Wir fragen uns: Was ist der Sinn dieser wirtschaftlichen Tätigkeit? Erfüllt diese Art des Umgangs mit Geld in Bezug auf unsere Weltwirtschaft irgend eine strukturell nötige Aufgabe? Warum wirken, falls unnötig, Banken oder deren Zweckgesellschaften daran mit? Was geschieht, wenn rund um den Globus Millionen von Wetten am Laufen sind?
Kann uns ein Banker an einem für diese Woche realistischen Beispiel sagen, wie hoch die Prämie des „Investors“ für einen Gewinn von einer Million etwa sein würde? Wir freuen uns über kurze Antworten aus der Fachwelt, die uns vor Weihnachten besonders wichtig erscheinen.
Heinrich und Sabine Erath, Aalen
© Schwäbische Post 16.12.2011 20:01
3122 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben

Kommentare

In my humble opinion

Ich bin zwar nicht "aus der Finanzwelt", aber von dieser Welt:

In dieser Form ist die Börse die legalisierte Form von Betrug, gemäß dem anglo-amerikanischen Motto:

Wetten, dass ich einen noch Dümmeren finde, der mehr für die Papierschnipsel ( =Aktien ) zahlt, als ich es getan habe?