Leserbeitrag von

Grantler

Bei Durchsicht der Vorschlagsliste für den Tunnel fiel mir auf, dass viele Vorschläge wie z. B. "Staufer-Tunnel" oder "Salvator-Tunnel" dabei sind. Nicht, dass ich die Vorschläge schlecht fände, sie haben einen Bezug zur Staufer-Stadt bzw. einer Gmünder Örtlichkeit. Aber diesen Begriffen haftet nichts typisch Gmünderisches an. "Staufer"-Bäder und "Saalvator"-Brauereien gibt es zuhauf und originell finde ich diese Namen auch nicht.

Völlig daneben erscheint mir "Bud-Spender-Tunnel". Der einzige Bezug zwischen Bud Spencerund Gmünd besteht darin, dass er in den Fünfzigern oder Sechzigern in Gmünd an einem Schwimm-Wettkampf teilgenommen hat.

"Filterlose Dreckschleuder" kam mir zuerst in den Sinn, am besten wäre es aber, den Tunnel schlicht gut schwäbisch "Grantler", "Gmünder-Grantler", "Nepperberg- oder Salvator-Grantler zu nennen. Grantler gibt es in Gmünd jede Menge. Und wenn ich daran denke wie lange die Gmünder bis zum Baubeginn mit dem Regierungspräsidium herumgranteln mussten und noch heute wegen des fehlenden Filters granteln, wäre "Grantler" passend. Außerdem wohnen direkt über der Tunnelröhre einige der bekanntesten Gmünder "Grantler".

Harald Seiz

 

© 19.07.2011 12:09
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Kommentare

In my humble opinion

Es ist halt immer ein Unterschied, ob ich mich im Spiegel betrachte ( "...bin ich nicht großartig ..." ) oder ob mich ein anderer betrachtet ( " ... sieht der aber aus ..." ), ob ich meinen Gartenzwerg prächtig finde, ein anderer den Gartenzwerg als Keramikscherbe betrachtet oder sogar ein Dritter aus dem Vorhandensein des Gartenzwergs tiefsinnige Betrachtungen über den Besitzer anstellt ...

Zieht man nun den Vergleich zu den vorgeschlagenen Tunnelnamen, so kann man natürlich einen lokalen Namen wählen, der einem selbst alles, einem Fremden aber nichts sagt, man kann aber auch versuchen, mit den Augen des Fremden ( und das sind immerhin etwa 79.940.000 Deutsche gegenüber 60.000 Gmündern ) zu schauen und so einen Namen wählen, der einen Bezug und einen Erkennungswert hat. Damit bleiben eigentlich nur Namen übrig, in denen "Gmünd" vorkommt.

> Es ist halt immer ein Unterschied, ob ich mich im Spiegel betrachte ( "...bin ich nicht großartig ..." ) oder ob mich ein anderer betrachtet ( " ... sieht der aber aus ..." ), ob ich meinen Gartenzwerg prächtig finde, ein anderer den Gartenzwerg als Keramikscherbe betrachtet oder sogar ein Dritter aus dem Vorhandensein des Gartenzwergs tiefsinnige Betrachtungen über den Besitzer anstellt ...

> Zieht man nun den Vergleich zu den vorgeschlagenen Tunnelnamen, so kann man natürlich einen lokalen Namen wählen, der einem selbst alles, einem Fremden aber nichts sagt, man kann aber auch versuchen, mit den Augen des Fremden ( und das sind immerhin etwa 79.940.000 Deutsche gegenüber 60.000 Gmündern ) zu schauen und so einen Namen wählen, der einen Bezug und einen Erkennungswert hat. Damit bleiben eigentlich nur Namen übrig, in denen "Gmünd" vorkommt.

 

Man kann natürlich jedem Bauwerk einer Stadt den Städtenamen voran stellen, damit auch der dümmste Fremde merkt, dass er sich in Gmünd befindet, wenn er z. B. vor dem Prediger oder dem Königsturm steht. Nach dieser Logik müssten die Stuttgarter die "Villa Reitzenstein" in "Stuttgarter Villa Reitzenstein" und den "Rosenstein-Tunnel" in "Stuttgarter Rosenstein-Tunnel" umbenennen.

Man kann natürlich jedem Bauwerk einer Stadt den Städtenamen voran stellen, damit auch der dümmste Fremde merkt, dass er sich in Gmünd befindet, wenn er z. B. vor dem Prediger oder dem Königsturm steht. Nach dieser Logik müssten die Stuttgarter die "Villa Reitzenstein" in "Stuttgarter Villa Reitzenstein" und den "Rosenstein-Tunnel" in "Stuttgarter Rosenstein-Tunnel" umbenennen.

In my humble opinion

Sie wollen doch nicht allen Ernstes Stuttgart mit Schwäbisch Gmünd auf eine Stufe stellen?

Außerdem, wen interessiert's denn wirklich, wo die "Villa Irgendwas" steht?

Mit dem Namen "Gmünder Stadttunnel" zum Beispiel soll nicht für die Gmünder Bürger festgestellt werden, wo der Tunnel ist, die wissen das ( hoffentlich ) alle selber, Tunnel und Stadt sollen damit verbunden werden für eine Außenwirkung, von der die Stadt profitieren soll.

Nebenbei, wenn Sie sich jetzt schon mal die Tunnelportale ansehen und sich versuchen vorzustellen, was man - auf der B29 fahrend - von Gmünd wirklich noch sehen wird, ist die Idee "damit auch der dümmste Fremde merkt" gar nicht so schlecht ...