„Bäume fäll‘n in Gmünd nun schicklich“

Zur Baumfällaktion in der Bocksgasse:„In welcher Welt wir eigentlich leben,
muss man sich derzeit schon mal geben.
Selbstredend ist es nicht erquicklich,
dass Bäume fäll‘n in Gmünd nun schicklich,
gleich gar nicht wenn nicht vorbesprochen,
wird hier ein Braten gleich gerochen!
Empörung, Aufschrei folgt so gleich
mit viel Vokabeln, sortenreich!

Bis der OB hat endlich nun erklärt,
er hat damit zu tun.
Verantwortung will er ertragen,
solch‘ Tun ist löblich in den Tagen.
Jedoch, hat das nicht überzeugt,
nicht mal zum Schutze vorgebeugt.

Nein es entzündet sich von Vorn
bei ein paar Grünen nun der Zorn,
inquisitiv und hochnotpeinlich
verhält sich Grün heut,
und auch kleinlich.

Am Prediger als Prediger sich predigend zu brüsten,
von aller Schuld entledigend, wie sie‘s nicht besser wüssten,
mit rotem X als Sinn-Metapher
sieht aus wie‘n geiles Plattencover,
gibt Grün heut frech den Lendenschurz,
für Bäumchen, schlank und klein und kurz.
Für Riesen dick und groß und alt
bleibt deren grüner Daumen kalt!

Festmeterweise und mit Macht
werden doch Riesen umgebracht,
an Rems und Josefsbach, im Park,
fährt‘s Fichtenmoped bis ins Mark.
Kein Sterbenswörtchen, noch ein Flüstern,
kommt hier aus all den grünen Nüstern

Nun lieber Dieter oder Till
Ist da nun dicht, und hat auch Still?“

Klaus Böhnlein
Schwäbisch Gmünd
© Schwäbische Post 10.02.2012 20:20
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