Tunnelfilter – endlich Fakten?

Zum Artikel „Dialog um den Filter, GT vom 24. März:
Mit Emotionen und Bauchgefühl wird seit einigen Jahren ein Filter für den Gmünder Tunnel gefordert. Kosten ca. 2 Mio. Euro. Bis dato kenne ich keine eindeutigen Fakten hinsichtlich der Effizienz dieses Filters. Bringt nun der kommende „Faktencheck“ (Pressemitteilung 24.3.12) Licht in den Tunnelfilter? Dies würde zu mehr Ehrlichkeit helfen, und eine Entscheidungshilfe für oder gegen einen wünschenswerten Filter bringen.“
Gerhard Rieg, Schwäbisch Gmünd
© Schwäbische Post 29.03.2012 21:55
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In my humble opinion

„Fakt“ ist, dass die Kosten für die Investition und den Betrieb des Abluftfilters ( der Tunnel selbst wird nicht gefiltert ) und der „Ertrag“ seinerzeit von MdB Barthle auf der Veranstaltung auf dem Marktplatz dadurch angesprochen und verdeutlicht wurde, als er eine Tüte Zucker aus der Plastiktüte zauberte.

„Fakt“ ist, das das Gebläse der Absaugung zumindest den unten im Tunnel entstehenden Staub oben fein verteilt über die Menschen pustet.

„Fakt“ ist, dass die Konzentration des Staubes zwar niedrig sein und innerhalb der Grenzwerte veralteter Spezifikationen liegen mag,

„Fakt“ ist aber auch, dass ein kg Staub unten in der Tunnelluft auch ein kg Staub oben in der Landschaft ist.

„Fakt“ ist, dass die Stadt Gmünd unten eine Feinstaubzone ist und beim Ausblasen ungefilterter Luft oben die Feinstaubwolken entstehen werden.

„Fakt“ ist aber auch, dass das Ingenieurbüro zugesagt hat, den flugfähigen Staub im Tunnel punktuell in Abfalltüten zur fachgerechten Entsorgung zu verpacken, aber wir betreten damit gewissermaßen Neuland.

Wir können zwar die Risiken und Chancen beim Betreten von Neuland diskutieren, aber mangels fundierter ( praktischer ) Erfahrungen wird die Diskussion der Für- und Wider-Experten meistens nur in Gelaber ausarten.

Wir sollten diesen Tunnel und diesen Abluftfilter als Chance auffassen und als ein Pilotprojekt ansehen und finanzieren, wie bei vielen anderen „Piloten“ auch, wo es um praktische Erfahrungen aus theoretischen Berechnungen geht. Natürlich kostet das Ding Geld, aber wenn es wie geplant funktioniert, wird es sich in vielerlei Münze auszahlen. Falls es wider Erwarten nicht funktioniert, haben wir zumindest Erfahrungen gewonnen und müssen dann nach neuen Wegen suchen.

Wie heißt es?

Manche tun etwas.

Manche beobachten, was andere tun.

Und manche wundern sich, was sich alles getan hat.

Wozu wollen wir gehören?