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Feuerwehr Mutlangen für drei Tage in Südtirol

  • Gemeinschaftsbild mit den Waidbrucker Freunden

Jubiläum mit Partnerwehr bei einem Kameradschaftsabend gefeiert

Bereits seit 1987 unterhält die Freiwillige Feuerwehr Mutlangen Freundschaftsbande zur ebenfalls Freiwilligen Feuerwehr Waidbruck im Eisacktal/Südtirol. Für die Feier dieser 25 jährigen Freundschaft führte die Mutlanger Floriansjünger der diesjährige, dreitägige Ausflug am letzten Septemberwochenende in die Partnergemeinde.

Nach der Anfahrt mit einem Doppelstockbus am Freitagvormittag war erstes Ziel die Burg Sigmundskron bei Bozen. Diese Burg gehört zum Projekt „Bergwelten, Messner Mountain Museum“ des Bergsteigers Reinhold Messner, welches insgesamt fünf Burgen in Südtirol umschließt. Nach ausgiebiger Erkundung der verschiedenen Themenbereiche auf der Burg hatten die Ausflügler anschließend noch genügend Zeit, bei schönstem Wetter die Landeshauptstadt Bozen zu erkunden.

Abends traf man sich mit den Waidbrucker Kameraden zum gemütlichen Törggelen in stilvoller Atmosphäre in einer alten Scheune. Bei sehr gutem Essen und Trinken saß man bei Musik und Tanz zusammen bis in den frühen Morgen.

Am Samstag war dann leider der Wettergott nicht so freundlich gestimmt und der ursprüngliche Programmpunkt „Grödner Joch“ wurde kurzerhand in „Brot- und Strudelmarkt in Brixen“ und anschließend „Almabtrieb in Meranzen“ umgeplant. Trotz ständigem Bindfadenregens fand auch dieser Ausflug großen Anklang bei den Mutlanger Kameraden. Konnten doch in Brixen viele verschiedene Weine und frisch im Holzbackofen gebackene Brotsorten verköstigt werden. Auch der Almabtrieb war sehr interessant. Allerdings nicht wegen der Viecher, sondern wegen des Riesenrummels, welcher da veranstaltet wurde. Fast vierzig Reisebusse aus verschiedenen Ländern parkten auf dem Platz und dementsprechend groß war der Andrang der Leute. Keine Rinderherden strömten zu Tal, sondern Menschentrauben strömten bergan. Von diesem Tagesausflug wieder zu Hause angekommen, blieb genügend Zeit, um sich in den Quartieren auszuruhen und für den Kameradschaftsabend frisch zu machen.

Dieser fand im Saal des Gemeindehauses in Waidbruck statt. Eröffnet wurde der Abend mit einem mehrgängigen Menü, zubereitet von einem Waidbrucker Feuerwehrkamerad, welcher hauptberuflich Koch in einem Gastronomiebetrieb ist. Anschließend ergriff Kommandant Stefan Merler aus Waidbruck das Mikrofon um alle zu diesem Kameradschaftsabend mit Festakt zu begrüßen. Von Ehrenkommandant Hans Bader und Bürgermeister Peter Seyfried aus Mutlangen wurde in launigen Worten die erste Begegnung zwischen den Waidbrucker und Mutlanger Kameraden aufgrund einer Panne des Mutlanger Fahrzeugs geschildert.

Die Waidbrucker halfen das Fahrzeug wieder flott zu bekommen und aus dieser Hilfsaktion entstand letztendlich diese, nun mehr schon 25 Jahre dauernde Freundschaft.

Vizebürgermeister Norbert Merler und Kommandant Stefan Merler aus Waidbruck und Kommandant Rainer Wagenblast aus Mutlangen betonten, wie wichtig ihnen und ihren Wehren diese Freundschaft heute noch ist. Die jährliche Teilnahme der Kameraden aus Waidbruck am Mutlanger Dorffest immer am letzten Juni-Wochenende, viele gegenseitige Besuche und auch dieser Ausflug dienten immer nur dem einen Ziel, die persönlichen Beziehungen und Freundschaften, aber auch die innige Verbindung der beiden Wehren auszubauen und zu festigen.

Als Symbol dieser Freund- und Partnerschaft überreichte Rainer Wagenblast dem Waidbrucker Kommandant Stefan Merler eine Freundschaftsglocke, extra mit Inschrift „25 Jahre Freundschaft“ gegossen. Als Gegengeschenk erhielten die Mutlanger einen aus Holz geschnitzten Hydranten mit derselben Inschrift. Beide Geschenke werden einen Ehrenplatz in den Gerätehäusern erhalten. Hermann Lang von der Mutlanger Altersabteilung und auch Mitglied der damaligen Reisegruppe, welche den ersten Kontakt herstellte, überreichte Meinhardt Gröber, dem ehemaligen Kommandanten von Waidbruck, ebenfalls einen Erinnerungsteller.

Der darauffolgende Kameradschaftsabend dauerte bei guter Stimmung, wie erwartet, bis in die frühen Morgenstunden.

Als Abschluss dieses Ausfluges fand dann am Sonntagmorgen der Kirchgang zum Erntedankfest und zur Kirchweih statt. Die anschließende Prozession zum Festplatz und die dortige Bitte um Gottes Segen, wurde von einem Team des Bayrischen Rundfunks gefilmt und wird wohl in der Serie „Lebenslinien“ im BR nächstes Frühjahr zu sehen sein.

Ein Teil der Ausflügler wanderten noch zur Trostburg, wo eine Besichtigung dieser historischen Anlage möglich war. Auf dem Fest zur Kirchweih trafen sich alle wieder zum Mittagessen und konnten die freundschaftlichen Bande zwischen den beiden Wehren nochmals vertiefen, bevor man zur Heimreise aufbrach. Ein letztes Gruppenfoto vor dem Gerätehaus und herzliches Abschiednehmen, mit dem Versprechen sich bald wiederzusehen, setzten den Schlusspunkt unter drei herrliche Tage bei Freunden in Südtirol.

© 07.10.2012 20:07
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