Hier schreibt die Rettungshundestaffel Ostwürttemberg

Landesübung für sieben Rettungshundeteams in Gschwend

  • Bilder zum Bericht aus der Gmünder Tagespost

Bericht aus der Südwestpresse

Autor: REINHOLD HARING | 09.10.2012

Wer am Sonntag im Raum Gschwend unterwegs war, der dürfte sich schon Sorgen gemacht haben. Einsatzfahrzeuge von Malteser, DRK, THW standen in Position, Rettungshundestaffeln durchsuchten Wälder.

Was am Sonntag rund um Gschwend so besorgniserregend aussah, entpuppte sich am Ende als großangelegte Übung von insgesamt sieben Rettungshundestaffeln. So waren die Rettungshundestaffel (RHS) Ostwürttemberg, die RHS des DRK Heidenheim, die RHS der Malteser aus Heidenheim, aus Rottenburg, aus Reutlingen und aus dem Allgäu sowie die RHS der Johanniter aus Göppingen im Einsatz. Damit die Übung den Ernstfall möglichst authentisch simuliert, wurden verschiedene Situationen nachgestellt: In der Sandgruppe Birkhof galt es einen vermissten Motocrossfahrer zu finden und Jugendliche, die beim Grillen kräftig Alkohol getrunken haben, zu suchen, weil sie nicht alle zu Hause angekommen sind, im Gemeindewald Birkhof ist ein Bauer vom Reparieren eines Weidezauns nicht mehr nach Hause gekommen, in Hohenreusch galt es, einen vermissten Waldarbeiter zu finden, in Rotenhar musste ein abgestürzter Paraglider gefunden werden, in Waldhaus wurde ein Rollstuhlfahrer vermisst und am Bergsee in Wildgarten ein Angler.

Als Versteckpersonen waren hauptsächlich Jugendliche des THW Schwäbisch Gmünd im Einsatz. Sie hatten an diesem Tag wahrlich keine leichte Aufgabe, verbrachten sie doch den Tag trotz Nässe und Kälte in ihren Verstecken und warteten darauf, endlich gerettet zu werden - was dank des Könnens der Rettungshunde auch relativ schnell gelang. Nach bestandener Prüfung wurden übrigens die Stationen gewechselt. So wurde gewährleistet, dass möglichst viele Situationen geübt werden konnten.

In Gschwend wurde schwerpunktmäßig die Trümmer- und die Flächensuche trainiert. Die Leitstelle befand sich vor der Schule in Frickenhofen. Von dort aus koordinierten Guido und Kristin Geyer, Tina Rösch, Rolf Sauter und Michael Berger die Landesübung. Zahlreiche Ehrengäste, darunter der Landesgeschäftsführer der Malteser, Klaus Weber, die Vertreter von den Kooperationspartnern Polizei, Feuerwehr und Landratsamt Ostalb sowie Bürgermeisterin Rosalinde Kottmann konnten sich in den einzelnen Suchgebieten von der Qualität der Arbeit überzeugen. Dass die Rettungshundestaffeln eine wichtige Rolle spielen, zeigen auch die Zahlen: Im vergangenen Jahr war allein die Rettungshundestaffel Schwäbisch Gmünd 39 Mal im Einsatz, in diesem Jahr sind es bislang deren 28. Die Einsätze finden schwerpunktmäßig in den Bereichen Suizid und Suche nach demenzerkrankten Personen statt. Auslandseinsätze im Katastrophenfall finden nicht statt, wie Michael Berger betont.

Die Hunde sind alle Familienhunde, die eine Prüfung ablegen müssen, bevor sie zum Einsatz kommen. Mit Ausbildung, wöchentlichem Training und Übungen kommen die Hundeführer im Jahr auf zirka 500 ehrenamtliche Stunden, weiß Michael Berger.

Nach der aufwendigen Übung gab es dann auch für die Mitwirkenden zur Stärkung ein gemeinsames Essen und kleine Präsente als Anerkennung für die äußerst erfolgreiche Übung.

 

© Rettungshundestaffel Ostwürttemberg 09.10.2012 12:00
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