Vernünftig nach Hause kommen

Zu Musik in Gmünder Kneipen:„Ich muss jetzt mal was loswerden: Nun fand ja Musik in Gmünds Kneipen statt. Da ich etwas von außerhalb komme, dachte ich mir: Ruf doch mal das örtliche Busunternehmen an und frage, ob denn ein Sonderbus/Lumpensammler am späten Abend eingesetzt wird? Die Reaktion: Äh, nein, warum denn. Weder bei Stadt-Bus noch bei Fahr-Bus. Ich: Lohnt sich das etwa nicht? Sie: Nein. Anmerkung: Da habe ich nach dem Stauferfest aber andere Meinungen von den übrigen Fahrgästen gehört.
Bleiben also folgende Möglichkeiten: 1. Mit dem Bus in die Stadt und halbelf nach Hause. 2. Hoffen, eines der „vielen“ Taxis zu erwischen. 3. Mit dem Auto in die Stadt und nichts trinken oder hoffen, nicht erwischt zu werden. 4. Zuhause bleiben. Das kann es ja wohl nicht sein!
Wir schaffen es fast, den Tunnel „Bud Spencer Tunnel“ zu taufen – jedenfalls ein Freibad so zu benennen. Da werden wir es wohl hinbekommen, dass die Leute nach einer Veranstaltung vernünftig nach Hause kommen.“
Michael Hübner, Waldstetten
© Schwäbische Post 09.10.2012 20:34
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Kommentare

In my humble opinion

Der Unterschied ist leicht zu erklären: "Butt Spänzer" kostet nix und erzeugt einen gewaltigen "medialen Almabtrieb", wohingegen die Optimierung des ÖPNV viel Nachdenken kostet - und Nachdenken tut immer so weh im Kopf ...

Tanja Klein

Es würde mich freuen, käme durch den Leserbrief und der Diskussion im Internet eine Welle in Gang und die Entscheidungsträger träfen die richtigen Konsequenzen.

Ich war nun zwei mal in Gmünd, auf zwei großen Veranstaltungen die mir sehr gut gefallen haben. Aber jedes mal die logistische Herausforderung zu stemmen "wie komm ich wieder nach Hause?" ist ehrlich gesagt doch ziemlich mühselig und für mich völlig unverständlich. Auf dem Land aufgewachsen fuhr immer ein Lumpensammler nach Hause und nun in der Stadt lebend sind Busse und Taxis auch kein fremdes Bild für mich. Hier sollte sich doch wirklich unbürokratisch im Sinne für die Bürger und Besucher eine Lösung finden lassen.

Oder wird man als Besucher der Landesgartenschau 2014 gezwungen sein sein Wurfiglu auf ´ner Ausstellungsfläche zu platzieren sollte man keine Übernachtungsmöglichkeit in fußläufiger Nähe der Ausstellung zu finden?

Ich finde es ein bisschen, ich möchte nicht sagen armselig, aber doch sehr verwunderlich, dass zwar Sperrzeiten verändert werden können oder während des  Stauferfests die gesamte Innenstadt nur noch mit Eintrittskarte betreten werden kann, man aber nach solchen Veranstaltungen nicht nach Hause kommt. Weder Bus noch Taxi war zu bekommen. Die Entscheidung kann doch nicht lauten, laufe ich mir wieder meine Schuhe durch weil der letzte Bus leider die letzten 5km zu meiner Unterkunft nicht mit mir zusammen bestreitet? oder fahre ich nach der Kneipenjagd betrunken nach Hause? oder bleib ich nüchtern und entziehe den Gmünder Kneipen das Geld was ich gerne in Coktails investiert hätte um meinen Führerschein zu behalten...? Ich finde vor solchen Entscheidungen sollte man in einer so großen Gemeinde nicht stehen müssen.

Mal sehen wann mich das nächste Event nach Gmünd verschlägt und wie ich dann nach Hause komme. In diesem Sinne verabschiede ich mich, voller Optimismus nächstes Mal nicht an meine Sieben-Meilen-Stiefel denken zu müssen, aus Nürnberg.