Hier schreibt der KC Schwabsberg 1953 e.V.

Meister RW Zerbst – ein unverdaulicher Brocken?

Schwabsbergs Kegler in Sachsen-Anhalt auf dem Prüfstand


Erweist sich der Meister SKV Rot Weiß Zerbst für die Kegler des KC Schwabsberg erneut als unverdaulicher Brocken? Das ist die zentrale Frage, wenn am kommenden Samstag im sachsen-anhaltinischen Zerbst der Meister und der Vorjahresdritte von der Ostalb im direkten Duell aufeinander treffen.
Seit Jahren zuhause ungeschlagen stellt der SKV RW Zerbst 1999 die wohl größte keglerische Herausforderung in Deutschlands Eliteliga dar. Das Team von Trainer Günther Doleschel, das in der vergangenen Saison den siebten Meistertitel in Folge abgeräumt hat, ist nur so gespickt mit nationalen und internationalen Topathleten.
Schwabsberg hat zwar zuletzt auf die beiden führenden Mannschaften aus Zerbst und Bamberg etwas Boden gut gemacht, ob das allerdings schon reicht, um dem Meister, der sich vor heimischem Publikum zumeist in herausragender Form präsentiert, ernsthaft gefährlich zu werden, muss sich weisen.

„Wenn man in Zerbst auch nur einigermaßen gut aussehen will, muss man einen Schritt nach dem anderen machen“, umreißt Schwabsbergs Teamchef Rudolf Maier die Rahmenbedingungen. „Unser vorrangiges Ziel muss es sein zwei oder gar drei Mannschaftspunkte zu holen. Allein das wäre schon ein toller Erfolg. Einerseits wissen wir“, so Maier weiter, „dass das für uns ein ganz schwerer Gang wird. Andererseits haben wir gerade deshalb auch nichts zu verlieren. Meine Mannschaft kann daher völlig befreit aufspielen. Der Rest wird sich dann zeigen.“

Kaum eine Mannschaft reiste in den letzten Jahren ernsthaft mit dem Vorhaben zum amtierenden Deutschen Meister Zerbst, um dort die Punkte zu entführen. Die Intension lag da eher schon in der Absicht, dort nicht gänzlich unter die Räder zu kommen.
Die bisherigen Begegnungen zeigen, dass die Vorzeigemannschaft aus Sachsen-Anhalt unerbittlich um jeden Mannschafts- bzw. Satzpunkt fightet. Ein Blick in die aktuelle Tabelle der 1. Kegler-Bundesliga verdeutlicht dies eindrucksvoll. Demnach haben die Zerbster in den ersten sechs Ligaspielen gerade Mal zwei von 48 Mannschaftspunkten an gegnerische Mannschaften abgegeben. Eine beeindruckende Leistung, die deutlicher die Problematik, vor die das „Maier-Team“ in dieser Partie gestellt ist, als auch die individuelle Klasse der Übermannschaft Zerbst, nicht aufzeigen könnte.
Trotz des Umstandes, dass die Ostwürttemberger in der vergangenen Saison den Meister am Rande einer Niederlage hatten, muss man kein Prophet sein, um zu erkennen, ein Zuckerlecken wird diese Partie für die ambitionierte Schwabsberger Mannschaft nicht gerade werden.

Das voraussichtliche Mannschaftsaufgebot :

Reiner Buschow, Bernd Ebert, Timo Hehl, Olaf Koberwitz, Thomas Schweier, Fabian Seitz und Alexander Stephan.

 

Blickpunkt Bundesliga – 6. Spieltag

ESV Ravensburg - Bavaria Karlstadt 12:30 Uhr
ESV Schweinfurt - Viktoria Fürth 13:00 Uhr
TSV Niederstotzingen - FEB Amberg 13:00 Uhr
Victoria Bamberg - Nibelungen Lorsch 13:00 Uhr
Fortuna AF Hirschau - Blau–Weiß Peiting 13:00 Uhr
Rot-Weiß Zerbst - KC Schwabsberg 13:00 Uhr

1 SKV Rot Weiß Zerbst 1999 6 46,0 : 2,0 12 : 0
2 SKC Victoria Bamberg 6 39,0 : 9,0 12 : 0
3 SKC Nibelungen Lorsch 6 32,0 : 16,0 10 : 2
4 KC Schwabsberg 6 34,0 : 14,0 8 : 4
5 SKK FEB Amberg 6 32,0 : 16,0 8 : 4
6 TSV Niederstotzingen 6 21,0 : 27,0 6 : 6
7 SKC Blau Weiß Peiting 6 21,0 : 27,0 4 : 8
8 1. SKK Viktoria Fürth 6 18,0 : 30,0 4 : 8
9 ESV Schweinfurt 6 16,0 : 32,0 4 : 8
10 Fortuna AF Hirschau 6 13,0 : 35,0 2 : 10
11 SKC Bavaria Karlstadt 6 11,0 : 37,0 2 : 10
12 ESV Ravensburg 6 5,0 : 43,0 0 : 12


© KC Schwabsberg 1953 e.V. 01.11.2012 23:05
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