Prüfen, bis die Sache sich totläuft?

Zum Bauamt der Stadt Aalen:
Man schreibt das Jahr 2011/2012 und wendet sich als direkt Betroffener Anlieger an die oben genannte Behörde, wegen einer nicht genehmigten Hecke auf einer Dachterrasse sechs Meter über Boden, wegen Schmutz und Lichtmangel sowie um einem illegal errichteten Wintergarten.
Was ich bislang zu der Angelegenheit mitgeteilt bekommen habe, ist, dass der Betroffene aufgefordert wurde, die Unterlagen für ein Genehmigungsverfahren des Wintergartens nachzureichen. Nach mehrmaligem Nachfragen, wie die Sache steht, erhält man vom Amt nach einem Jahr die Mitteilung für den zuvor illegal errichteten Wintergarten, dass nun ein Antrag für eine Änderungsgenehmigung eingereicht wurde.
Für wie dumm wird man denn da gehalten? Im Jahr 2013 lässt der Nachbar ein zweites Kühlaggregat ohne Genehmigung an seinem Gebäude installieren und zwar so, dass das Gebläse auf meine Gebäude ausgerichtet und den aus der Hotelküche kommende Emission wie, Dunst und Fett direkt auf meine Fassade geblasen wird.
Ganz zu schweigen von der zusätzlichen Geräuschkulisse. Es handelt sich dabei um eine massive Beeinträchtigung der Wohnqualität und Wertminderung meiner Immobilie.
Wie zuletzt mir im April mitgeteilt, ist man im Amt immer noch mit der Prüfung der Sache beschäftigt.
Nach dem Namen des Unterzeichners des Schreibens zu urteilen, liegt die Vermutung nahe, dass die Sache in der Abteilung erneut bei allen die Runde macht und sich totläuft, da keiner eine Entscheidung möglicherweise dagegen fällen darf.
Ich frage mich: Ist der Chef oder die Chefin überlastet oder überfordert, wenn solche Dinge nicht abgestellt werden, oder werden solche Dinge einfach hingenommen und toleriert?
Bislang war ich jedenfalls der Meinung, dass nach angemessener Zeit, die hier zweifelsfrei vorliegt, jeder Bürger ein Recht auf einen Bescheid hat, der auf Basis rechtlicher Grundlage ohne Ansehen der Person erstellt wurde.
Wilhelm Maier, Aalen-Unterkochen
© Schwäbische Post 02.08.2013 21:23
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