Ärzte auf verlorenem Posten

Zum Artikel: „Komplette Wahlfreiheit“ vom 28. August:
Als Hausarzt muss ich mich doch fragen, wie weit Gesundheitsminister Daniel Bahr von der Realität entfernt ist. Zum Thema „Private Krankenkasse für alle“ ist reichlich Kritik geäußert worden; die Ärzte kennen die Probleme von Privatversicherten, ihre Rechnungen im Voraus zu bezahlen, insbesondere, wenn im höheren Alter die Beiträge steigen und der Bedarf an medizinischer Leistung zunimmt. Und wer soll denn die (völlig unnützen) Rechnungen an die Allgemeinversicherten schreiben, eintüten und verschicken? Und was soll denn da als Betrag ausgewiesen werden? Das, was der Arzt aufgrund seiner getanen Arbeit angeblich einfordern darf oder das, was die Kassen tatsächlich bezahlen? Wir Ärzte kämpfen tagtäglich auf verlorenem Posten gegen immer größer werdende Papierfluten, anstatt uns einen Rettungsanker zuzuwerfen, bindet uns Minister Bahr noch Steine an die Füße.
Peter Schäfer, Oberkochen
© Schwäbische Post 30.08.2013 19:27
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