Leserbeitrag von Frieder Kohler

Deutschland erwache - wer erinnert sich?

  • das Kämpfen gelernt...

Zum Brennpunkt von gestern (07.10.13) hatte ich von den LeserInnen der SchwäPo mehr an Inhaltsäußerungen als bis jetzt 53 "Klicks" zum Thema "Im Kundus das Kämpfen gelernt"! Wurden folgende Sätze überlesen..." Der Minister nennt den Einsatz "eine Zäsur - nicht nur für die Bundeswehr, sondern auch für die deutsche Gesellschaft." In Kundus habe die Armee wieder das Kämpfen gelernt. Für viele Deutsche sei Kundus nicht nur ein Synonym für den Einsatz am Hindukusch insgesamt, sondern auch für Krieg "(Zitatende) .

Also, Sprung auf, Marsch, Marsch ins nächste Krisengebiet, sind doch die bewährten deutschen (Leicht-)Waffen und Panzer schon mit und ohne Genehmigung der Bundesregierung geliefert, die Eisatzgebiete von Drohnen fotografiert und in den Leitstellen gespreichert. Bitte lesen Sie weiter:

Eine entschlossenere deutsche Machtpolitik hat letzte Woche Bundespräsident Joachim Gauck in seiner Rede zum deutschen Nationalfeiertag gefordert. Unter Rückgriff auf überlieferte rhetorische Verschleierungsmuster behauptete Gauck, Deutschland, das zur Zeit fast 6.000 Soldaten in mehr als zehn Staaten weltweit stationiert hat und der EU – als ihre stärkste Macht – brutale Sparprogramme diktiert, trete bislang zurückhaltend auf, werde jetzt aber ohne eigenes Zutun in den Vordergrund geschoben: “Manche Nachbarländer” wünschten sich “eine starke Rolle Deutschlands”; es mehrten sich “die Stimmen innerhalb und außerhalb unseres Landes, die von Deutschland mehr Engagement in der internationalen Politik fordern”. Deutschland sei “bevölkerungsreich, in der Mitte des Kontinents gelegen und die viertgrößte Wirtschaftsmacht der Welt”; er lehne es ab, sagte Gauck, “dass Deutschland sich klein macht”. Vielmehr sehe er “unser Land als Nation, die (…) ‘Ja’ sagt zu sich selbst”. Deutschland sei “keine Insel”; es solle sich künftig stärker als bisher an der “Lösung” globaler Konflikte – auch militärischer – beteiligen.[http://www.bundespraesident.de/)

Hier ist die Zäsur des Verteidigungsminister präzisiert, es liegt an der Gesamtgesellschaft, endlich aufzuwachen und mit den Tugenden der republikanischen Zivilgesellschaft von der kommenden Regierung eine Friedenspolitik einzufordern, denn die Fahnen der "Großen Koalition" sind bereits mit anderen Inhalten bedruckt!

© Frieder Kohler 08.10.2013 10:23
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