Hier schreiben die Pfadfinder vom Stamm Einhorn

Langzeitprojekt Donaufahrt vom Pfadfinderstamm Einhorn

  • Erste Wasserlassung
  • Das Pfadfinderheim wird zu klein
  • Der Katamaran ist aktionsbereit

Es ist eine große Herausforderung, der sich die Pfadfinderinnen und Pfadfinder vom Stamm Einhorn da stellen: Ganz alleine bauen sie einen Katamaran auf dem sie die Donau erkunden wollen.
Eine fixe Idee steht am Anfang jeden Abenteuers. So auch in diesem Fall, als eine Ausschreibung der Baden-Württemberg Stiftung zur Förderung junger Erfinder die Idee eines Bootsbau zum Langzeitprojekt „Donauboot“ des Pfadfinderstamm Einhorn machte.
Am ersten Januar diesen Jahres begann die Vorbereitung für das Ziel der großen Donaufahrt von Ulm bis Bratislava im Sommer 2014. Doch bis dahin muss noch einiges getan werden: Die endgültige Entscheidung fiel auf den Bau eines Katamarans, auf dem 25 Personen Platz finden sollten – zum Rudern und Leben. Nachdem die Planung festgelegt war, begann die eigentliche Arbeit. Mit Hilfe und Anleitung wird diese Arbeit allein von Jugendlichen getragen. Jonas Menrad (15) und Frieder Eißmann (15) erzählen: „Hauptsächlich gebaut haben wir in den Faschingsferien und bis dahin haben wir die nötigen Sachen besorgt“. In den ersten fünf Monaten wurden so die beiden Schwimmkörper (Pontons) in Eigenregie gebaut. Die Pontons sind je neun Meter lang und 70cm breit. Sie „bestehen größtenteils aus Styropor, dazwischen befinden sich auf drei Ebenen Holzplatten und ganz unten ein stabiles Brett“. Doch nachdem die Schwimmer im Pfadfinderheim im Waldstetter Haus der Jugend bereits viel Platz einnahmen musste der Weiterbau ins Freie verlagert werden. Dazu wurde die Arbeit durch Auffüllen der Ritzen und Macken und anschließendes „Laminieren“ wasser- und wetterfest gemacht. Mittlerweile ist das selbstentwickelte Wohnboot mit 20cm hoher Reling und einem Stahlbau versehen. Außerdem wurden „Glasfasermatten und Epoxidharz verarbeitet, was der Stabilität dient. Man kann sich das so vorstellen: der gesamte Schwimmer wird dadurch wasserdicht und stabil, dass Epoxidharz aufgetragen wird, welches mit zwei bis drei Schichten Glasfasermatte versehen ist und selbst mehrfach aufgetragen wurde“, fasst Frieder die folgenden Schritte zusammen.
Nachdem das Grundgerüst endlich fertiggestellt war, war am 12.10. endlich die erste Bestandsprobe: Der Katamaran wurde zu Wasser gelassen! „Es ist tolles Gefühl, bei der ersten Wasserlassung zu sehen, wie sich die ganze Mühe gelohnt hat und das Boot letztendlich schwimmt und auch was her macht und alles bisher klappt“.
Doch was fehlt noch, bevor das große Abenteuer auf der Donau beginnen kann? „Wir müssen noch die Technik auf das Boot bauen(Elektromotor der mit Solar betrieben werden soll), eine Halterung für die Ruder und noch ein Boden, weil zwischen den zwei Schwimmern noch Wasser ist. Außerdem müssen noch ein paar Vorschriften erfüllt werden, was die Beleuchtung des Katamarans betrifft und ein paar weitere Kleinigkeiten und Feinheiten.“
Es ist eine Gelegenheit, die sich nicht jedem bietet – eine Donaufahrt auf einem komplett selbstgebauten Boot, drei Wochen ohne Eltern – etwas Besonderes, das natürlich auch große Verantwortung mit sich bringt, doch ohne die finanzielle Unterstützung von Sponsoren wäre das Alles nicht möglich, das ist den beiden Gruppenleitern klar und doch ist ihnen auch klar, dass sich der Aufwand lohnen wird: „Wir fahren 1600km die Donau runter, das Ganze in drei Wochen und wir kommen durch verschiedene Länder und ich glaube es wird eine ganz tolle Erfahrung für uns alle! Es wird natürlich aber auch anstrengend, da wir ja rudern müssen, aber trotzdem darüber mache ich mir keine Sorgen.“

© Pfadfinder vom Stamm Einhorn 31.10.2013 12:54
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