IS-Terror

Zu den Berichten über den IS-Terror:
Immer wieder sind wir entsetzt, wenn uns Meldungen über neue Bluttaten der so genannten „IS-Gotteskrieger“ erreichen, die sie parallel zu ihrer Barbarei gegen Kulturgüter der Menschheit verüben. Hunderttausende von Christen werden hingemordet – ganze Länder, einst Kerngebiete des frühen Christentums, fallen diesen Schlächtern zum Opfer. Und wie reagiert die Welt, die internationale Staatengemeinschaft? Wo bleibt der Aufschrei der zivilisierten Welt, wo sind die UN-Schutztruppen, die diesem Völkermord wehren?
Für den UN-Sicherheitsrat, der ansonsten nicht gerade sparsam mit Resolutionen ist, scheint das kein Thema zu sein. Er schweigt, wie er schon vor 20 Jahren zum Völkermord in Ruanda und wenig später zum Terror der Islamisten in Dafur geschwiegen hat. Man überlässt es den Amerikanern, einige kleinere Luftangriffe zu fliegen, die so gut wie wirkungslos bleiben.
Im Übrigen sind es allein die kirchlichen Hilfsorganisationen, die unter schwierigsten Bedingungen wenigstens humanitäre Hilfe für die Opfer leisten.
So haben die Barbaren ein leichtes Spiel und das Pseudo-Kalifat „Islamischer Staat“ breitet sich immer weiter aus, findet seine Bundesgenossen jetzt auch schon in Afrika, wo sich die Mörder der Boko-Haram mühen, es den arabischen Brüdern gleichzutun.
Man muss sich fragen: Was muss eigentlich noch geschehen, ehe sich die Völkergemeinschaft zusammentut, um diesem fortdauernden Genozid ein Ende zu setzen? Wolfgang Löffelhardt, Ellwangen
© Schwäbische Post 15.03.2015 23:12
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