Zeitfresser Facebook: Wer zu viel surft, wird bestraft

  • Foto: Flickr - Facebook(LET) Front
Wissen Sie, wie viel Zeit Sie täglich in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter und Co. verbringen? Kurz den Status aktualisieren, die Urlaubsfotos von Freunden ansehen und hier und da mal auf "Gefällt mir" drücken – das kostet mehr Zeit, als man vermutet. Und schnell ist der halbe Vormittag vorbei und die eigentlich wichtigen Dinge sind liegen geblieben. Wenn das soziale Surfen die Oberhand gewinnt, könnte der sogenannte "Timewaste Timer" Abhilfe schaffen. Wer das Zeitlimit überschreitet, muss zahlen.

Nach dem Motto "Vertrauen ist gut, (Selbst-)Kontrolle ist besser" kann man mit dem "Timewaste Timer" seine Facebook-Aktivitäten selbst messen. Das Konzept ist einfach: Wer zu viel surft, muss zahlen und bestraft sich damit selbst, und vor allem seinen Geldbeutel. Als Browser-Plug-In ist das Programm momentan nur für Google Chrome verfügbar. Nach der Installation muss der Nutzer zunächst 20 Dollar auf sein persönliches Konto einzahlen und sich im Anschluss bei Facebook anmelden. Jedes Mal, wenn man pro Tag länger als eine Stunde im sozialen Netzwerk verbringt, wird ein Dollar vom Konto abgebucht – bis das Guthaben aufgebraucht ist. Sollte der erwünschte Lerneffekt bis dahin immer noch nicht eingesetzt haben, geht das Spiel von vorne los.

Wem die 20 Dollar durch exzessiven Social-Media-Genuss abhandengekommen sind, der kann natürlich auch versuchen, sich das Geld an anderer Stelle im Internet zurückzuholen und einen virtuellen Ausflug nach Las Vegas machen. Mit etwas Glück ist die tägliche Dosis Facebook am digitalen Spielautomaten schnell verdient – wer auf diese Weise zum Millionär werden will, sollte vielleicht etwas mehr Zeit einplanen.

Machen Sie den Selbst-Check


Wer glaubt, von dieser ganzen Problematik nicht betroffen zu sein, kann ganz einfach den Selbst-Check machen. Das Onlinemagazin der "Time" hat ein Tool entwickelt, das die aktiv auf Facebook verbrachte Zeit berechnet. Hier können Sie herausfinden, ob Sie vielleicht ein potentieller Kunde für den "Timewaste Timer" sind.

© Schwäbische Post 30.04.2015 11:18
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