Streiks neu regeln

Betreffs Streik:
Ob Produktion, Dienstleistung oder Verwaltung zur Zeit streiken die Berufsgruppen aller Branchen zum stetigen Wechsel. Unser Grundrecht und die viel gelobte Freiheit machen es möglich, dass alle Unzufriedenen ihre Forderungen aufstellen.
Solange die Forderungen gegenüber dem Arbeitgeber vorgetragen werden, kann man über die Berechtigung streiten. Wenn aber Unschuldigen und daran nicht Interessierten Schaden zugefügt wird, kann man das nur als strafbare Handlung bezeichnen. Schäden, die durch Streiks entstehen sind auf Seiten der Unschuldigen und der Bestreikten enorm. Das heißt, unser demokratisches Rechtssystem hat eine gewaltige Macke; die irrsinnige „Lohn-Preis-Spirale“.
In fast allen Fällen werden die Forderungen der Streikenden auf die jeweils Unschuldigen abgewälzt. Das hat nichts mit Gerechtigkeit zu tun. In allen Branchen sind hochbezahlte Manager (selten Wertschaffende) am Werk, die Lohnpreis-Spirale höher zu kurbeln.
Sie leisten damit einen sehr großen Beitrag zur ständigen Geldentwertung.
An dieser Entwicklung sollte eigentlich keiner unserer meist juristischen Volksvertreter interessiert sein. Oder lassen sie es nur „laufen“ als ABM-Hilfe für den zunehmenden juristischen Nachwuchs?
Wenn unser Rechtsstaat glaubwürdig sein möchte, ist eine gesetzliche Neuorientierung in Sachen Streiks dringend erforderlich. Eberhard Rossow, Oberkochen
© Schwäbische Post 21.07.2015 22:45
1396 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.