E-Auto und Naturstrom: Ein starkes Team

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Was wäre der Mensch ohne seine Statussymbole? Mit ihnen signalisieren wir unserer Umwelt, dass wir es geschafft haben. Aber Vorsicht: Das Statussymbol ist kein statischer Begriff. Wie alle Dinge dieser Welt hat es seine eigene Kulturgeschichte. Zum Beispiel in Hollywood. Mit welchen Fahrzeugen kreuzen die Stars und Sternchen der Filmindustrie über den Sunset Boulevard? Offene Sportwagen? Straßenkreuzer? - Mitnichten. Elektroautos sind angesagt. Hybridfahrzeuge. Wer etwas auf sich hält, fährt und lebt grün. Die ökologische Correctness ist zum Statussymbol geworden. Wenn das kein Fortschritt ist!

Lieber Elektro als zu Fuß gehen

Grün ist chic. Dieses Bewusstsein beginnt sich nicht nur in den USA durchzusetzen. In einem der Heimatländer des Umweltschutzes, in der Bundesrepublik Deutschland, versuchen viele Menschen ihre Haltung zu Konsum und Ressourcenverbrauch zu ändern. Durch kleine Umstellungen können Sie große Beiträge zu einer ökologisch besseren Welt liefern. Kaufen Sie so viele Bioprodukte wie möglich oder steigen Sie auf Lebensmittel aus heimischer Produktion um. Schieben Sie einen Riegel vor die Wegwerfmentalität, lassen Sie defekte Dinge reparieren oder kaufen Sie gebraucht. Versuchen Sie Wasser und Strom zu sparen. Steigen Sie auf Strom aus regenerativen Quellen um. Fahren Sie Fahrrad oder gehen Sie zu Fuß. Spätestens an dieser Stelle werden Proteste laut. Wenn grün leben heißt, aufs Auto zu verzichten, geraten die meisten Deutschen in Gewissenskonflikte. Reicht es nicht, mit moderner Benzinmotoren-Technik zu fahren? Ist das nicht Beitrag genug? - Nein. Es geht noch besser. Schließlich gibt es E-Autos.

Eine sehenswerte Bilanz

Die Öko-Bilanz von Elektroautos ist in den letzten Jahren kontrovers diskutiert worden. Experten stellten immer wieder in Frage, ob der Kauf eines E-Autos seinem Besitzer Bonuspunkte fürs grüne Gewissen beschert. Im Mai 2015 wurde eine umfangreiche Studie der Forschungsgesellschaft Johanneum Research zu dem Thema veröffentlicht. Dabei kam ganz viel Bonus heraus: 60 % weniger Staub-Emissionen, 30 % weniger Ozonbildungs-Emissionen, 20 % weniger Treibhausgas-Emissionen. Auf eins weisen die Forscher allerdings hin: Je sauberer die Stromproduktion im Lande, desto sauberer und lohnenswerter das Elektroauto. Deutschland muss sich in dieser Hinsicht keine Sorgen machen. Viele deutsche Energieversorger liefern hier grünen Stromtreibstoff von bester Herkunft (siehe hier). Mit dem deutschen Naturstrom reduzieren Sie die Staub-Emissionen um 75 %. Im Recycling der Batterien sehen die Wissenschaftler noch Verbesserungspotential. Gleiches gilt für die Effizienz der E-Motoren, wobei angemerkt sei, dass der Elektromotor bereits heute um viermal energieeffizienter als ein Benziner arbeitet. Die Frage, ob Sie zu Fuß gehen müssen, ist damit beantwortet: Fahren Sie E-Auto.

© Schwäbische Post 17.08.2015 10:39
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