Leserbeitrag von Markus Schatz

„Integrationsabgabe für Reiche…“

Das wünschte sich Linken-Außenexpertin, Sevim Dagdelen, im TV bei IllnerTalk. Auch wenn es kurz vor Weihnachten ist, wünschen kann man sich das nicht und fordern erst recht nicht. Warum sollen sie für etwas zahlen, was sie gar nicht wollen? Oder sollen sie dafür zahlen, dass ihnen nicht ungewolltes passiert? Dagdelen fordert von Wohlhabenden eine „Integrationsleistung“, Geld sei genügend da, bei den Reichen wo es sich stapelt, und das müsse „man sich organisieren“. Was ist jetzt damit gemeint? Sollen sog. Organisationen die sog. „Integrationsleistung“ eintreiben? Sollen die Reichen quasi „Schutzgeld“ bezahlen und sich erpressbar machen lassen? Als Tochter türkischer Einwanderer müsste Dagdelen es normalerweise besser wissen. Mit Geld schafft man keine Integration. Im Gegenteil, das Geld versickert in dunkle Kanäle und das Chaos ist danach größer wie vorher. Warum wünschen sie sich nicht „Integrationsbereitschaft von Integrationsunwilligen“, das wäre doch viel einfacher und unkomplizierter. Erklären sie doch den Integrationsunwilligen wie es funktioniert. Ohne finanzielle Eintreibungen, sondern mit Fleiß, Ausdauer und Leistungswillen. Aber vor allen Dingen, Respekt. Respekt vor der neuen Kultur und den hier lebenden Menschen und deren Lebensweise.

© Markus Schatz 12.12.2015 00:33
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Frieder Kohler schrieb am 12.12.2015, 09:16 :
Beispiel USA aus der Vergangenheit (Wikipedia):

Und was hilft uns das Zitat, was lernen wir für uns hier daraus? Das es besser ist, Milliardär in den USA zu sein?

Frieder Kohler

Was S.J.Lec zu diesem" Schatzbriefchen" mit wenigen Worten sagt ("Je weicher die Wahrheit, desto steifer der Standpunkt!") ist auf den allerersten Seiten des Buches “Hirten und Wölfe. Wie Geld- und Machteliten sich die Welt aneignen” (in GNU Free Documentation License frei verfügbar),veranschaulicht: Wer es liest erfährt, was es bedeutet, ein Milliardär zu sein.

Respekt vor ... "Eigentum verpflichtet"? Beispiel USA aus der Vergangenheit (Wikipedia):

Als Reaktion auf die Weltwirtschaftskrise wurde der Satz 1932 erst auf 63 % und dann im Zuge des Zweiten Weltkrieges kontinuierlich auf seinen Höchstsatz von 94 % für Einkommen über 200.000 US-Dollar erhöht. Der Spitzensteuersatz blieb bis 1964 über 90 %, wurde dann aber auf 70 % gesenkt. Unter der Regierung des republikanischen Präsidenten Ronald Reagan, der mit Steuersenkungen und einer umfassenden Steuerreform in den Wahlkampf 1980 ging, wurde der Spitzensatz 1982 erst auf 50 % und 1988 schließlich auf 28 % reduziert. Mit dem Omnibus Budget Reconciliation Act of 1990 wurde der Satz unter Präsident George Bush wieder leicht auf 31 % erhöht, um das Haushaltsdefizit auszugleichen.

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