GESCHENKIDEEN ZUM VALENTINSTAG AM 14. FEBRUAR

„Schön, dass es dich gibt“ – der Tag der Liebenden

Der Brauch eines Geschenks unter Liebenden geht weit zurück ins Mittelalter.
  • Zeichen der Liebe in Zartrosa: Wenn die Beziehung noch frisch ist, passt als Geschenk ein Strauß in Pastelltönen. Foto: dpa / Silvia Marks
Bis weit zurück ins Mittelalter gehen die Wurzeln dieses „Feiertages“ und es gibt, wie bei vielen überlieferten Festen, unterschiedliche Ansichten zur genauen Entstehung und Verbreitung.Ausgehend von England und Frankreich verbreitete sich im Mittelalter das Brauchtum, am 14. Februar Blumen und Geschenke zu überreichen. Mit der großen Auswanderungswelle wurde der Brauch dann später nach Amerika gebracht und dort intensiviert. Viele Sagen und Geschichten ranken sich um den Valentinstag. Aber das Schönste daran ist doch, seiner Liebsten oder auch seinem Liebsten eine Freude zu bereiten und zu sagen „Schön, dass es dich gibt“.
Eine kleine Aufmerksamkeit, ein Geschenk – auch gerne ein Gutschein gehören heute einfach dazu. Und der Valentinstag fällt in eine Zeit, wo es draußen immer noch kalt und kahl ist. Ein Stück Frühling kommt dann mit einem Blumenstrauß ins Haus.

Blumenkauf mit Tücken
Rote Rosen sind das Blumengeschenk für die ganz große Liebe. Aber was, wenn man einem Schwarm einen Strauß schenken will? Wenn die Beziehung noch frisch ist, sollte es vielleicht eher ein Strauß in Pastelltönen sein, rät Agnes Anna Jarosch, Leiterin des Deutschen Knigge-Rats. Der Blumenkauf ist voll solcher und anderer Tücken.
Ein weiteres Beispiel: Auch andere schön duftende Blumen gelten als Blumen der Liebe, etwa die für Hochzeitssträuße beliebte Hyazinthe oder das Maiglöckchen, erklärt Kunsthistorikerin Marina Heilmeyer aus Berlin, die sich mit Blumensymbolik beschäftigt. Ebenfalls grundsätzlich für die Liebe stehen Blumen in Rottönen. Aber: Rote Nelken sind stark mit der politischen Linken verbunden, erklärt Heilmeyer.
Vorsichtig sollte man auch mit der Farbe Weiß sein, die früher als Farbe des Todes galt, warnt Jarosch. Weiße Nelken und Astern seien deshalb auf keinen Fall geeignet.
Heute sind Blumen aus aller Welt das ganze Jahr über zu relativ kleinem Preis verfügbar – bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts sind Blumengeschenke auf hohe Feierlichkeiten beschränkt gewesen. Mit der Verfügbarkeit sank aber die Bedeutung der Symbolik, die laut Heilmeyer im 19. Jahrhundert am größten war. Sie selbst sieht das Thema auch eher als Spielerei denn als ernsthafte Richtlinie: „Man kann mit dem Namen spielen wie beim Vergissmeinnicht, mit der Farbe, dem Duft oder der Geschichte. Das macht Freude, man kann zu jeder Blume schöne Geschichten erzählen.“

Außer Haus leidet der Strauß
Der ideale Strauß ist also der, der den Geschmack des oder der Beschenkten trifft. Gerade Lieblingsfarben und Lieblingsblumen sollte man vom Floristen berücksichtigen lassen. „Darauf zu achten, zeugt von Sensibilität und Aufmerksamkeit“, bestätigt Knigge-Beraterin Jarosch. Fink sagt aber zur Orientierung: Frauen schätzten vielfach einen „rund gebundenen Strauß mit femininer Wirkung“, für Männer komme eher ein „formal-linearer, grafischer Strauß“ infrage.
Falsch machen kann man auch einiges, wenn es um das Praktische geht: Man sollte zunächst bedenken, wie lange die Blumen unterwegs sind, bis der Beschenkte sie in die Vase stellen kann. Muss der Strauß nach dem Kauf lange transportiert werden oder im Auto liegen, sollte man das dem Floristen mitteilen, rät Fink. Er bindet dann eine feuchte Banderole um die Stiele. Vorsicht sei bei eisigen Temperaturen geboten: „Man sollte einen Blumenstrauß möglichst rasch aus der Kälte und in frisches Wasser bringen.“
Und der letzte Stolperstein: Ist die Situation die richtige für einen Strauß? „Wenn man sich zum Essen trifft, nachher noch in eine Bar und dann tanzen geht, leidet der Strauß“, sagt Jarosch. Sie rät für ein Rendezvous außer Haus, den Strauß vorab zu schenken. dpa
© Schwäbische Post 05.02.2016 18:45
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